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Handwörterbuch der Philosophie
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772 Willenskritik — Willkür. tive Unabhängigkeit vom Kausalgesetz betrachten die W. LOTZE (Mikrokosmus I, 1869, ff., 5. A. ff.; Grdz. d. prakt. 1884), H. SOMMER (Wesen u. Bedeut. der menschlichen 1885), M. WENTSCHER (Ethik I, 263 ff.), J. JÄKEL (Die Freiheit des Willens, 1906;, COUSIN, SECRE- TAN, FONSEGRIVE (Essai sur le arbitre2, 1896), RENOUVIER, LACHELIER BERGSON, MARTINEAU, J. WARD, ROYCE U. a. Indeterministisch lehren ferner HARMS, H. WITTE (Über die Freiheit des Willens, 1882), M. STERN, WYNEKEN, E. DREHER, H. (Psychol. des Willens, S. ff.: das Gesetz des Willens selbst kann den Willen bestimmen, dieser kann sich dem Motivenzwang entziehen), J. MACK (Kritik der theorien, 1906, S. 29 ff.), F. MACH (Die W., 1887), (Die spekulative Idee der Freiheit, 1890), v. ROHLAND (Die W., 1905), (Der Wille, 1874), (Freiheit und. Natur, 1908), UPHUES (Erkenntnistheor. Psychol., 1909) u. a. .— Vgl. C. GÖRING, Über die menschL Freiheit und Zurech- nungsfähigkeit, 1876; LEHMANN, Das Problem der W., 1887; M. STERN, Das Anderskönnen, 1888; WIENER, Die Freiheit des Willens, 1892; BERGER, Das Problem der W., 1896; CALDEMEYER, Versuch einer theoret. und praktischen Erklärung der W., 1903; Weshalb das Problem der W. nicht zu lösen ist, 1900; R. MANNO, H. Hertz für die W.?, 1890; K. DUNKMANN, Das Problem der Freiheit in der gegenwärtigen Philosophie, 1899; MÜNSTER- BERG, Grdz. d. Psychol. I, 397; Philos. der Werte, 1908, S. 162; L. POCH- HAMMER, Zum Problem der W., E. LANGE, Das Problem der Freiheit des menschlichen Willens, J. VERWEYEN, Das Problem der W. der Scholastik, 1909; G. F. LIPPS, Das Problem W., 1912; J. REHMKE, Die Willensfreiheit, 1911; (Kein Gegensatz zwischen W. und Notwendigkeit); H. SCHWÄRZ, Grundfragen der Weltanschauung, 1912; G. SÜLZER, Die W., H. KELSEN, Hauptprobleme d. Staatsrechtslehre, 1911. Vgl. Motiv, Notwendigkeit, Gesetz, Kausalität, Parallelismus, Identitätstheorie, Zweck, Aktivität, Zurechnung, Moralstatistik. oder „Willenstheorie" im engeren Sinne ist die der Leistungsfähigkeit des Willens in theoretisch-praktischer Hinsicht. Sie hat, nach R. GOLDSCHEID, ZU untersuchen, welchen Einfluß der Wille auf das eigene geistige Sein, auf die Natur, auf die sozialen Verhältnisse, auf die geschicht- liche Entwicklung auszuüben vermag und wie er erkenntnisgemäß wirken muß. Die W. muß bis zu den „Grundbedingungen des Willens überhaupt" zurückgehen und ist die Basis des „Aktivismus" (s. d.), dessen Postulat es ist, „daß wir nicht eher ruhen, bis wir die Zweckmäßigkeit des Geschehens be- werkstelligt haben". (Grundlinien zu einer Kritik der Willenskraft, 1905, S. 5 ff.). Willkür bedeutet sowohl die Wahlfähigkeit, die Fähigkeit, selbständig wollend zu entscheiden, das auf dem Zusammenwirken mehrerer Motive beruhende Wollen (WUNDT U. a.; s. Wille), als auch, im engeren Sinne, das Wollen aus individuellen Impulsen heraus, ohne auf objektive, allgemeingültige TÖNNIES unterscheidet die W. vom „Wesen- willen" und versteht unter jener den im Denken enthaltenen, auf Zwecke ein- gestellten Willen, der die Grundlage der (im Gegensatz zur „Ge- meinschaft") bildet (Gemeinschaft u. Gesellschaft, 3. A. vgl. Sozio- logie. — Vgl. Aufmerksamkeit, Theorie, Definition.
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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