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Handwörterbuch der Philosophie
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Wirkung — Wissen. 775 Daß „W." ein Wertbegriff ist, lehren RICKERT, MÜNSTERBERG, ROYCE, STUART U. a. Vgl. 0. LIEBMANN, Zur Analysis der H. v. GUMPEN- BERG, Kritik des 1892; G. WERNICK, Vierteljahrsschr. f. wissensch. Philos., Bd.; K. LASSWITZ, Wirklichkeiten, 3. A. 1908; A. HINZE, Erscheinung und W., 1908; HUSSERL, Log. Untersuch., 1900 f., II, 715; FRISCHEISEN-KÖHLER, Wissenschaft und Wirklichkeit, 1912, S. 273 ff. (s. Wissenschaft); HÖFFDING, Der menschliche Gedanke, 1911 (Das Kriterium der W. ist der feste und gesetzmäßige Zusammen- hang des Gegebenen; die W. ist ein Ideal, dem sich das immer mehr nähert); B. KERN, Das 1911 („Eine und die- selbe Wirklichkeit liegt im begreifenden Ich und der begriffenen oder zu greifenden Umgebung. Beides ist ein und dasselbe. Unsere Erkenntnis ist der Form und dem Inhalt nach wahre und ungetrübte Erkenntnis der Wirklichkeit". Die W. besteht aus „Begriffsinhalten"). Vgl. Bewußtsein, Objekt, Subjekt, Transzendent, Wahrnehmung, Geschichte (RICKERT), Form, Entelechie, Kraft. Wirkung s. Ursache, Wirken, Wechselwirkung, Ökonomie, Äquivalenz. nennt DILTHEY den (teleologischen) Zusammenhang der geschichtlich-gesellschaftlichen des Geistigen und einer Objektivation. Vgl. Geist, Psychisch. Wissen ist: 1. klares Bewußtsein (s. d.) von etwas; 2. objektiv be- gründete, feste, sichere Überzeugung, gewisses Urteilen oder die Disposition, Potenz zu solchen Urteilen, zur Bildung und Verknüpfung bestimmter Begriffe, zur Bestimmung von Gegenständen, wie sie allgemeingültig gefordert ist. Das W. ist im Unterschiede vom Prozesse des Erkennens selbst die (relativ) abge- schlossene Erkenntnis (s. d.), der Besitz der erstrebten Einsicht und Wahrheit, das Verfügen über Vorstellungen und Gedanken, die eine eindeutige Beziehung zum Seienden irgendwelcher Art aufweisen. Das W. gründet sich entweder direkt auf Anschauung und Erfahrung oder auf ein Folgern, Schließen (un- mittelbares, mittelbares; anschauliches, begriffliches Wissen). objek- tives Wissen ist bewährtes, gesichertes, unumstößliches Geltungsbewußtsein. Es gibt ein „absolutes" Wissen in diesem Sinne (s. A priori, Relation, Gegen- standstheorie, Gewißheit), aber nicht Sinne des vollständigen voll- kommenen, allbefassenden Wissens als Ideal, wie es oft in Gott verwirklicht wird (überzeitliches Totalitätswissen). Ein Minimum von Wissen anerkennt (stillschweigend) auch der Skeptizismus (s. wenn er bestimmt behauptet (also doch „weiß"), daß man nichts wissen könne (vgl. Zweifel, Gegenüber dem Subjektivismus (s. d.) und Relativismus (s. d.) betonen das Wissen SOKRATES (S. Begriff) und PLATON, nach welchem (wie nach PARME- NIDES) der Gegenstand des Wissens das absolut Seiende ist (s. Idee); von den veränderlichen Sinnendingen gibt es nur Meinung Auch nach TELES bezieht sich das W. auf das begrifflich bestimmte Allgemeine post, I 33, 88 b 30; Metaphys. XII 10, 1087 a 15; vgl. I, 1). Das W. schließt die Erkenntnis des Grundes, der Ursache einer Sache ein (Phys. II 2, 194 b 18). Als festes Erfassen eines Gegenstandes bestimmen das W. die (Diog. Laert. VII, 47). — Als vollendete Erkenntnis („perfecte
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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