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Handwörterbuch der Philosophie
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780 Wort. jekten" (Über den Begriff der W., 1794; Grundlage der gesamten W., 1794; A. 1802; Grundriß des Eigentümlichen der W., 1795; Erste Einleitung in die W.; Versuch einer neuen Darstellung der W., 1797; Darstellung der W., 1801). Eine idealistische W. enthält die Logik (s. d.) H. COHENS; das genetische Verfahren betonen NATORP, MEDICUS U. a. — Vgl. ZANO, Wissenschaftslehre, 1837, I, f.; IV, § ff.; W. Wissenschaft des Wissens, 1886—88, 22 ff.; HUSSERL, Logische Untersuch., I, WUNDT, Logik II 641 f.; 3. A. 1906 f.; B. ERD- MANN, Logik I8, 1907; DRIESCH, Ordnungslehre, 1912; ferner auch: CHALY- BAEUS, W., 1846; G. BIEDERMANN, W., R. GRASSMANN, W., 1875—76; J. STORZ, Handbuch der W., 1886. VgL Logik, Philosophie, Wissenschaft. Witz ist die Fähigkeit, zwischen Verschiedenem zu finden oder (im engeren Sinne) scheinbar ganz entfernte, unvereinbare, miteinander sonst nicht in der Vorstellung verbundene Dinge in eine neue, unerwartete, über- raschende, erst Spannung, dann lustvolle Lösung bringende anschauliche Relation zu bringen. Auch die selbst heißt (ein) Witz. Der Witz ist ein von der Phantasie geleitetes „spielendes Urteil" (vgl. K. FISCHER, Über die Entstehung u. die Entwicklungsformen des S. 97 ff.; Kleine Schriften, 1889 f.). — Vgl. CHR. WOLFF, Gedanken von Gott . . . I, § 858; CHR. GARVE, Sammlung einiger Abhandlungen I, ff.; KANT, Anthropologie I, § 52 f.; JEAN PAUL, Vorschule der Ästhetik II, § 42; LIPPS, Komik und Humor, 1898; S. FREUD, Der W. und seine Beziehung zum Unbewußten, 2. A. 1912. Wohlfahrt s. Eudämonismus, Utilitarismus, Sittlichkeit. Wohlwollen s. Sittlichkeit. VgL HERBART, Lehrbuch zur 1883, S. f. (Das W. als eine der fünf sittlichen „Ideen"); SIDGWICK, Me- thoden der Ethik, 1909, K. 4; K. 13. Wort ist ein Lautkomplex (oder Laut), der in der Regel zum eines Erlebnisses, einer Vorstellung, eines Gedankens und zugleich als Zeichen für einen vorgestellten oder gedachten Gegenstand Die Wörter haben dadurch einen Sinn (s. d.), eine Bedeutung (s. d.), daß sie einem bestimmten Vorstellungs- oder Begriffsinhalt zugeordnet sind und sich auf einen Gegenstand beziehen (s. Sprache). Verstanden werden die Worte, indem sie bestimmte Vorstellungen in uns hervorrufen, zur Herstellung bestimmter gedanklicher Relationen veranlassen, auffordern; ein potentielles Vorstellen, Wissen, Ur- teilen ist in ihnen (als Elementen des Satzes) verdichtet, festgelegt, sie sind feste Punkte, um die sich die Vorstellungen gruppieren und ermöglichen erst die Bildung oder Festhaltung abstrakter Begriffe. Die ursprünglichen Wörter hatten schon Satzbedeutung FR. MÜLLER, M. MÜLLER, ROMANES, STEINTHAL, WUNDT, JERUSALEM U. a.; dagegen DELBRÜCK U. a.). Als psychisches Gebilde sind die Wortvorsteilungen Komplexe von Gehörs- und Bewegungsempfindungen; je nach dem (akustischen, akustisch-motorischen, optischen) Typus der Menschen überwiegt bald das akustische, das motorische oder das Gesichtsbild des Wortes. Die reproduzierten Wortvor- stellungen müssen beim Sprechen nicht deutlich bewußt sein, wirken als (relativ unbewußte) Residuen oder als Dispositionen. Die
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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