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Handwörterbuch der Philosophie
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784 Zeichen Zeit. Die ist Zahl und die Zahlen sind etwas Seiendes, prinzipien, welche die Bestimmtheiten der Dinge festlegen. Die Dinge selbst Zahlen . . . xd und diese sind das Prinzip des Seins sowohl wie der Erkennbarkeit des Seienden, denn die Z. ist spendend" für alles an den Dingen (PHILOLAOS). Auf der Sechszahl beruht z. B. die Beseeltheit, auf der Siebenzahl die Vernunft, auf der Neunzahl die Gerechtigkeit. Auch die Tugenden beruhen auf Zahlen (vgl. ARISTOTELES, Metaphys. I 6, 985 b, 23 ff.; Fragmente Vorsokratiker I, 1903, 2. A. 1906; TH. GOMPERZ, Griechische Denker I3, 1911). PLATON bestimmt (in seiner letzten Periode) die Ideen (s. d.) als „Zahlen" (vgl. Aristot., Met. I, 6; XIII, XIV); so auch XENOKRATES (1. c. VII, 2). Metaphysische Bedeutung hat die auch nach den (s. d.), der Kabbala, den „lauteren Brüdern", THIERRY VON CHARTRES, NICOLAUS (De coniectur. I, 4), (De harmonia mundi, 1549), L. OKEN (alles Reale ist eine Zahl, welche ein Akt des Absoluten, ein Produkt seiner „Selbstentzweiung" ist, ein Ding ist „eine sich bewegende Zahl", Lehrbuch d. Naturphilos., 1809—11; 2. A. 1831). Über Zahlenmystik vgl. W. SCHULTZ, Altjonische Mystik, 1907; JOEL, Zeitschr. f. Philos., Bd. Zur Geschichte der i. d. griech. Philosophie, 1890. — VgL W. Philos. Studien V; BAUMANN, Die Lehre von Raum, Zeit und Mathematik, 1868 f.; STOLZ, Größen und Zahlen, C. Über Kants Zahlbegriff, Über St. Mills Zahlbegriff, 1888; POINCARE, Wissenschaft u. Hypothese, 1904; HEYMANS, Gesetze u. Ele- mente des wissensch. Denkens2, 1905; A. Voss, Über das Wesen der Mathe- matik, 2. A. 1913; NATORP, Archiv f. Philos. VII, 1901; COHN, Voraus- setzungen und Ziele des Erkennens, 1908; ZITSCHER, Philos. über die Zahl, 1910; VAIHINGER, Die Philosophie des Als ob, 1911; Das Gedächtnis2, 1911 (Zahlengedächtnis); STÖCKL, Lehrb. d. Philos. II8, 1912. Mathematik, Anzahl, Tetraktys, Einheit, Fiktion, Zeit, Unendlich. signum, terminus) ist etwas, wofern es auf etwas hin- weist, ihm so zugeordnet ist, daß es ihn zu vertreten vermag. Die Wörter sind künstliche Zeichen für Vorstellungen und Begriffe, die Empfindungen und stellungen natürliche Zeichen für Bestimmtheiten der Wirklichkeit (s. Quali- tät). Unsere Vorstellungswelt ist ein „Zeichensystem", dem Verhältnisse „An sich" der Dinge entsprechen mögen (WILHELM VON OCCAM, Logik I; LOTZE, HELMHOLTZ, WUNDT, KREIBIG, L. DILLES, A. U. a.). Vgl. CHR. WOLFF, Vernunft. Gedanken von Gott . . . I, § 292 f.; FRIES, System d. Logik, 1811, S. HELMHOLTZ, Vorträge u. Reden5, 1903; L. Weg zur Metaphysik, 1903 f.; KREIBIG, Die intellektuellen Funktionen, 1909, S. TÖNNIES, Philos. Terminologie, 1906, S. 1 ROMANES, Die Entwicklung des beim Menschen, 1893, S. 152 R. GAETSCHENBERGER, Grundzüge Psychologie des Zeichens, 1901; DRIESCH, Ordnungslehre, 1912; M. WERT- HEIMER, Zeitschrift f. Psychol., Bd. 60 (Die Z. bei den Naturvölkern). — Symbol, Wort, Name, Begriff, Terminus, Allgemein, Empfindung, Lokalzeichen, Zeit (Temporalzeichen), Kausalität. Zeit ist zunächst eine „Anschauungsform" (s. d.), d. h. Art und Weise primärer Synthese von Daten möglicher Erfahrung zur Einheit, eine Grundart der derselben. Die Z. ist nicht eine gegebene Eigenschaft einzelner Erfahrungsinhalte, von denen sie abstrahiert wird,
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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