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Handwörterbuch der Philosophie
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789 sinnlich Sinnliche" (Naturphilos., S. 52 ff.; Enzyklop., § 258, 448). Nach TEICHMÜLLER ist die Z. die „perspektivische Erscheinung der zeitlosen ordnung" (Neue Grundlegung d. Psychol. u. Logik, 1889, S. 44 ff.). — Die Idealität oder Phänomenalität der Z. lehren ferner F. A. LANGE, LIEBMANN (Zur Analys. der Wirklichkeit2, 1880, S. 92 ff., 4. A. 1911; Gedanken u. Tat- sachen, 1882 ff., I, 346 ff., 2. A. 1904), MÜNSTERBERG („Der Wille setzt die Zeit, aber er selbst erfüllt sie nicht", Philos. der Werte, 1908, S. 158; Grdz. d. Psychol. I, 1900, 255 ff.), HEYMANS (Gesetze u. Elemente des wissensch. Denkens, 1890/94, S. 262 ff.), F. (Philos. der Naturwissensch., 1877, II, 72 ff.), H. G. OPITZ (Grundriß einer Seinswissenschaft 1897/1904, I, 92 ff.), P. MONGRE (Das Chaos, 1898, S. 24 ff.), BRADLEY (Appearance and Reality, 1893, S. 35 ff., 2. ed. 1897) u. a. Vgl. KÜHTMANN, Zur Gesch. des Terminis- mus, 1911. Eine Kategorie, eine Setzung des Denkens zur Ordnung des Gegebenen, zur Herstellung einheitlichen Zusammenhanges ist die Z. nach RENOUVIER, SCHMITZ-DUMONT (Zeit u. Raum, 1875, S. 7 f.) u. a., ferner H. COHEN. Die Z. ist die „Kategorie der Antizipation" und schafft aus dem Chaos der Empfindungen einen Kosmos des reinen Denkens (Logik, 1902, S. 129 ff., 160 ff.). und Zugleichsein sind nicht gegeben, sondern denkend gesetzt. Nach P. NA- TORP ist die Z. eine allgemeine Ordnungsweise, eine Bedingung der „Existenz- bestimmung in möglicher Erfahrung". Die Zahl (s. d.) wird erst als Zeit und Raum konkret. Die mathematische Z. ist „feststehende, unverrückbare, einzige Ordnung". Die Z. ist eine Synthese des Denkens an der Anschauung, keine Anschauungsform (Die logischen Grundlagen der exakten Wissenschaften, 1910, S. 72 ff., 266 ff., 326 ff.). Als denkend gesetzte Ordnung bestimmen die Zeit ferner CASSIRER, KINKEL, DRIESCH (Ordnungslehre, 1910) u. a. Vgl. dazu BAUMANN, Die Lehren von Raum, Zeit und Mathematik, II, 659 RIEHL, Der philos. Kritizismus II 1, K. 2; Zeitlichkeit u. Zeitlosigkeit, FRISCHEISEN-KÖHLER, Wissenschaft u. Wirklichkeit, 1912, S. 323 f.; Jahrbücher der Philos. I, 1913; F. J. SCHMIDT, Grdz. einer Er- fahrungsphilos., 1901, S. 122 ff.; WUNDT, Logik 1893/95, S. 482 ff.; 3. A. 1906; System d. Philos. 1907; HÖFFDING, Der menschliche Gedanke, 1911. Mit der Wahrnehmung zugleich gegeben (als Form derselben) ist die Z. nach HERBART (S. oben; vgl. Metaphys. II, 209, 341), BENEKE (System d. Metaphys., 1840, S. 253 ff.), JODL, WUNDT (Logik 1893/95, 482 ff., 3. A. 1906), HÖFFDING, SIEGEL U. a. Die objektive Bedingtheit der Z. lehren L. EULER (Reflexions sur et le 1748), SCHLEIERMACHER, H. RITTER, F. BAADER (Über den Be- griff der Z., 1818), L. FEUERBACH, HERBART, BENEKE, J. H. FICHTE (Psy- chol. I, 323 ff.), FORTLAGE, ULRICI, TRENDELENBURG, W. ROSENKRANTZ, UEBERWEG, LOTZE, E. V. HARTMANN (Kategorienlehre, 1896, S. 96 ff.; das Wollen setzt die unbestimmte, die „Idee" die bestimmte Zeitlichkeit; in der ob- jektiv-realen Sphäre gibt es Zeitüches, Tätigkeit, aber keine Zeit, die als solche erst durch eine apriorische Synthese entsteht), DREWS, G. SPICKER, A. DÖRING (Zeit u. Raum, 1894), HAGEMANN (Metaphys.2, S. 32 ff.), WUNDT, SPENCER, RIEHL, L. BUSSE, EYFFERT (Über die Z., 1871), H. BRÖMSE (Die Realität der Z., Zeitschr. f. Philos., 114 Bd., 1899), E. POSCH (Theorie der Z., 1896/97; Vierteljahrsschr. f. wissensch. Philos., Bd. 23—24, 1899/1900; die Z., selbst ist subjektiv) u. a. — Als eine Form des An sich selbst, welches Be-
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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