Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geisteswissenschaften
Handwörterbuch der Philosophie
Seite - 799 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 799 - in Handwörterbuch der Philosophie

Bild der Seite - 799 -

Bild der Seite - 799 - in Handwörterbuch der Philosophie

Text der Seite - 799 -

Zweck. Geschehen bestimmt, so daß die Zwecke (als Ziele der Kräfte) die wahren Gründe der Dinge sind (Metaphys. u. Psychol., Die Grundlagen der 1908, S. 53 ff.), DOUGALL (Body and Mind, 1911) u. a. — Einen „Pan- vertritt L. W. STERN. Das Mechanische ist die des Teleologischen". „Alles Wirken ist zielstrebig." Die Wirklichkeit aus „Personen" (s. d.) und diese wirken als Ganzes auf ihre Teile zum Zweck des Ganzen, das sich zu erhalten strebt („Personalteleologie"). Alle ist „Teleomechanik", dient der Zielstrebigkeit, verwirklicht diese, wo dies lich ist (Person Sache I, 1906, S. 225 ff., 345 ff., 426 ff.). Nach sind Mechanismus und Teleologie wechselbedingt. Alle Kausalität ist erst durch die Perspektive des zwecksetzenden Willens gesetzt (Der freie Wille, S. ff.; Seele u. 1912). Vgl. MÜNSTERBERG, Grdz. d. Psychol. 1900; Philos. der Werte, 1908; WINDELBAND, 1907 (s. Norm). Nach P. hat die Kausalität Allgültigkeit, aber nicht Alleingültig- keit. Die Finalreihe besteht aus drei Gliedern: Antecedens — Medium — Succedens; letzteres ist konstant, mögen auch die beiden ersten Zustände- wechseln (Elemente der empirischen Teleologie, 1899). Vgl. DÜHRING, 1895. Eine immanente Teleologie, welche als Innensein kausaler Prozesse bungen, Triebe, Willensvorgänge annimmt, welche im Sinne der von Bedürfnissen (s. d.) wirksam sind, vertreten LAMARCK, PFLÜGER (Die teleologische Mechanik der lebend. WUNDT (S. oben), nach welchem der Wille der Erzeuger objektiver Naturzwecke ist (vgl. Heterogonie, Leben,. Entwicklung, Sittlichkeit), E. KÖNIG, HEYMANS in die Metaphysik,. 1905, S. 317 ff.), F. ERHARDT (S. oben), FOUILLEE (Der Evolutionismus der Kraftideen, 1908, S. 37 f.), PAULY („psychophys. Teleologie", „subjektive Teleologie", Darwinismus und 1905, S. AD. WAGNER, FRANCE, KOHNSTAMM (die Reaktionen sind „optimale Wertungen") a. (s. Entwicklung, Leben). — Nach BERGSON ist die Finalität nicht als Wirken von Zweckursachen anzusehen, sondern als aufwärts gerichtete, erfinderische, schöpferische Entwicklung, die vital" enthält Entwicklung, Leben). HÖFFDING betrachtet alles Geschehen als gerichtet. Richtungen, tnngstendenzen können sich verbinden, so daß „Totalitäten" (s. d.), „mehr oder weniger harmonische Systeme von Kausalitätsreihen" sich bilden. „Wegen Ursprünglichkeit der Richtung ist die Totalität nie ein zufälliges Die Organismen sind solche Totalitäten oder „Richtungssysteme" (Der mensch- liche Gedanke, 1911, S. vgl. COHEN). (aber unabhängig davon> lehrt R. Ihm ist das Ziel stets nur ein „Durchgangsstadium Geschehens". Das Gerichtetsein, die „Richtungsintensität" ist ein eine jeder Kraft oder Energie, so daß es nicht der Annahme be- sonderer „Richtkräfte" bedarf (gegen REINKE u. a.). In einem Gesamtsystem ordnet sich alles, ohne Finalität, der „Richtungskomplexion" die durch die Wechselwirkung der Teile, deren „Mutualität", Ein Erhaltungsstreben im Vorhinein, ein von außen wirkendes Ziel gibt es. nicht. Alles geht mechanisch zu, aber im Organischen besteht eine „Syner- gie", deren Resultat die (stets relative) Erhaltungsgemäßheit ist. organische System und dessen Erhaltung ist „nicht Realisation eines Zieles, sondern das Ergebnis und die Fixierung eines Kausalnexus bestimmt
zurück zum  Buch Handwörterbuch der Philosophie"
Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Handwörterbuch der Philosophie