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folgenden Sommer lsc es zwar ziemlich heiß, doch
geht die Hitze selten so weit, daß die Einwohner
unerträgliche Unbequemlichkeiten dabey empfinden
müßten, weil dieselbe durch die Südwinde, welche
zu dieser Zeit und im Herbst, wicwol nicht mit
gleicher Heftigkeit und nie zu stark wehen, sehr ge-
mildert wird. Im Brachmonate oder z» Anfange
unsers Heumonats fängt sich der Winter In Lima
an, und dauert bis ln dem Wintermonat oder De-
cember fort. Alsdann wehen die Südwinde am hef-
ligsten, und die kuft wird dünne, durchdringend
und kalt. Es wird zwar daselbst nie so kalt als
in den Gegenden, wo es schneyct oder gefriert;
indessen aber findet man sich doch genöthigt, die
leichte Kleidung abzulegen und Kleider von Tuch
und anderem warmen oder dichtem Zeuge anzu-
legen.
Im Winter ist die Erde in der Gegend dieser
Hauptstadt beständig mit einem dicken Nebel bedeckt,
so daß die Sonnenstrahlen durch denselben nicht auf
den Grund wirken können. Unter diesem Ncbel
streichen die Winde fort, und behalten die Kälte,
welche sie in der Gegend , wo sie entstehen, an sich
gezogen haben, bey sich. Dieser Nebel herrscht
nicht nur in dem Bezirke von Lima sondern auch
in allen dortigen nördlichen Thälern; er ist auch
nicht blos auf das Land eingeschränkt sondern er
bedeckt auch emcn Theil vpn der See» Er bedeckt
die
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von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Titel
- Allgemeines Historien-Buch
- Untertitel
- von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Autor
- Gottlob Täubel
- Ort
- Wien
- Datum
- 1796
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 31.0 x 50.3 cm
- Seiten
- 632
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen