Seite - 233 - in Allgemeines Historien-Buch - von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
Bild der Seite - 233 -
Text der Seite - 233 -
233
den Hut geschwind vom Kopfe herunter nehmen,
und damit, so schnell davon laufen , daß dcr Be-
siohlne nicht errathen kann, wohin der Dieb ge-
flohen ist. Ein solcher gtrlng scheinender Dicb-
siahl beträgt aber oft sehr viel. Denn Manns-
personen von verschiedenen Ständen und Geschlech-
tern , die etwas Vermögen haben, »»deinenMan-
tel tragen, haben weiße C.istorhute fur 5, 10, 15,
20, und noch mehr Gulden an Werth; und diese
sind oft mit goldenen oder silbernen Tressen bcsctzf,
haben eine Schnalle oder Gpange mit Diamanten,
Schmaraaden und andern kostbaren Edelgesieint»
geziert, die in Gold gefaßt und oft viel werth
sind. Räubereyen auf den Landstraßen hiügrge»
geschehen sehr selten. Von Hausdiedstählen bort
man aber öfter, welche gemeiniglich von India-
nern , Mestizen, Mauleseltrcibern und Bedienten
begangen werden. Zur Sicherheit gegen Diebe
unterhält die Handelsgesellschaft in Qutrn ei«
Bataillon Soldaten, welche bey Nackzeit aüf den
Straßen Wache halten uud patroulllren muß. Än die-
ses Bataillon wird von derselben Gesellschaft monath-
lich ein gewisses Geld bezahlt, dagen ist der Wacht-
meister oder das Oberhaupt desselben verbunden,
das, was > in den Häusern, die seiner Sorgfalt
anvertraut sind, gestohlen wird, zu ersetzen. We-
der die Indianer nsch die Mesttjen halten es
für einen Diebstahl, wenn sie Eßwaaren irgend-
wo wegnehmen.
Die-
Allgemeines Historien-Buch
von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Titel
- Allgemeines Historien-Buch
- Untertitel
- von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Autor
- Gottlob Täubel
- Ort
- Wien
- Datum
- 1796
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 31.0 x 50.3 cm
- Seiten
- 632
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen