Seite - 237 - in Allgemeines Historien-Buch - von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
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daß kaum der vierte Theil der Tage im Jahre schö-
nes Wetter hat, wo die Witterung nicht mit Don-
ner und Bliy oder starkem fürchterlichen Wetter-
leuchten und Platzregen vermischt ist!
Dl« Eintheilung der Jahreszeiten in Winter
und Sommer beruht auf einem sehr kleinen Un»
terschied. Vom Christmonat an bis in den April,
May oder Brachmonat heißt es Winter, und die
übrigen Monat« des Jahres ist die Zeit des Som-
mers. Im Winter regnet es fast beständig, lind
im Oommer wechselt gemeiniglich Sonnenschein mit
Regenwetter ab. Wegen des häufigln und manch-
mal 12 bis 14 Tage anhaltenden Regenwetters ent«
stehen unter den Einwohnern in Quito verschie-
dene schwere Krankheiten und gefährliche Zufälle»
Es bleibt dabey das Wasser oft auf den Felder»
stehen, und verhindert, daß die Sonnenstrahlen
nicht fre» in die Erde wirken können; daher geht
die Saat manchmal ganz verloren. Da das gemeine
Volk allen Unrath auf die Straßen zu werfe» pflegt,
und überhaupt nicht viel auf Reinlichkeit hält; s»
werden die Gassen und Plätze, auf denen man oft
ganze Haufen von Mist antrifft, durch den häufi-
gen Regen immer sauber erhalten«
Ohnerachtet nun die Witterung in Quito sehr
abwechselnd und mehr naß als trocken ist, so ist doch
die Luft daselbst rein und gesund. Man findet auch
in
Allgemeines Historien-Buch
von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Titel
- Allgemeines Historien-Buch
- Untertitel
- von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Autor
- Gottlob Täubel
- Ort
- Wien
- Datum
- 1796
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 31.0 x 50.3 cm
- Seiten
- 632
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen