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t«r« Fottgailgt dieses Uebels durch Zweckmäßige
Arzneyen eilig vorzubeugen, weil sonst dabey der
Tod unvermeidlich wäre. Das gewöhnlichste Heil«
Mittel der dortigen Einwohner wider diese Krank-
heit Ist stark, und besteht gemeiniglich i» kleinen
hartschaligten Citronen (Llmonlen), die bis auf
den Saft geschDt sind, Schleßpulver und
Aj l ober gestoßenem Pfeffer. Daraus eine Kugel
verfertigt und solche dem Patienten in den Hintern
gebracht wird. Dieß wird gewöhnlich täglich zwey-
bis drey Mahl wiederhollt, bis man glaubt, der
Krank« sey außer Gefahr.
Die Lustseuche oder das venerlfche Uebel Ist in
Qui to leider! auch sehr gemein. Da es dort an
geschickten Aerzten zur Heilung derselben mangelt,
so werden dadurch nach und nach viele Menschen
weggerafft. Man bemerkt dieses Uebel sogar oft
bey kleinen Kindern, w:!che es ohne Zweifel von
ihren ausschweifenden Aeltern erben. Da aber die
Lust in dieser Gegend im Ganzen genommen, ge-
sund und rein ist, so trifft man doch Personen, wel-
che mit diesem Uebel behaftet find, daselbst an, wel-
che das sechszigsie bis siebjigsieIahr «reicht haben.
Wenn die Nord- und Ostwindt wehen,die sehr
kalt sind, weil sie über einige hohe beschneyete Ge-
birge sireichen, so bekommen die Einwohner dieser
<3t«dt Flüsse, «eich« man daftlbst Pechugue-
Allgemeines Historien-Buch
von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Titel
- Allgemeines Historien-Buch
- Untertitel
- von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Autor
- Gottlob Täubel
- Ort
- Wien
- Datum
- 1796
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 31.0 x 50.3 cm
- Seiten
- 632
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen