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säet werdtn soll. Das Säen aber und ble übrig«
Bebauung des Feldes läßt er sclnen Weibern und
Kindern auf dem Halse. Wenn sich eln Indianer
«inmal, zu Pfiegung seiner Bequemlichkeit, ober»
wähntermaaßen niedergetauert oder niedergesetzt hat,
so läßt er, damit er sich nur nicht bewegen oder in
sliner Ruhe stören darf, oft dle größten Vortheile
«us den Händen. Wenn z. B. etwa ein Reisender,
der sich verirrt hat, an eine von ihren Hütten kömmt,
so verstecken sie sich alle mit einander, sobald sie
ihn nur an der Thüre hören, und lassen sich durch
ihre Weider bey dem Fremden verleugnen, damit
sie nur nicht mit ihm gehen und!hm den rechten Weg
zeigen dürfen, ob er ihnen gleich eine gutt Beloh-
nung zu geben verspricht. Steigt der Reisende von»
Pferd oder Wagen, und geht in ihre Hütte hin-
<in, so kann er sie doch nicht leicht finden, well
ihre Wohnung finster !si, indem nur durch ein koch
in der Thüre etwas Licht hinein fällt. Trifft er sie
auch an, so lann er sie doch nur mit großer Mühe
bereden, ihm für eine gute reichliche Bezahlung aus
den rechten Weg zu bringen oder ihm sonst elncn
Dienst zu leisten. —
Wenn sie ih« Arbeit ordentlich verrichten sol-
len, wofür sie von ihren Herren bezahlt werden,
so isis nicht genug, daß er ihnen solche nur be-
fiehlt , sodern er muß beständig ein scharfes Auge
auf sie haben. Denn sobald als er den Rücken wen-
det,
Allgemeines Historien-Buch
von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Titel
- Allgemeines Historien-Buch
- Untertitel
- von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Autor
- Gottlob Täubel
- Ort
- Wien
- Datum
- 1796
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 31.0 x 50.3 cm
- Seiten
- 632
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen