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ihren alten Kaisern oder Inea 's eingeführt, da-
her hieß sie auch die In ca.-Sprache. Doch fin-
det man auch Indianer, welche durch den Umgang
mit Spaniern die spanische Sprache reden und
verstehen gelernt haben. Man kann sie aber selten
dahin bringen, daß sie spanisch redcn ober antwor-
ten , ob sie gleich wissen, daß der, welcher sie an-
ledet, kein Ouichua versieht. Die indianischen
Bedienten an volkreichen Orcen hingegen sind nicht
so hartnäckig und durch den Umgang mit Spaniern
schon weniger eigensinnig und mehr dienstfertig ge-
gen Fremde, die ihre Inca - Sprache nicht
kennen. Viclt von ihnen antworten sogar spanisch,
wenn man sie gleich in ihrer Muttersprache an-
redet.
Auf das Wahrsagen halten die Indianer
in Peru viel, wollen diese Kunst alle verstehen,
und sind außerordentlich abergläubisch, welches ih-
nen noch aus den Zeiten ihres Heidenthumes an-
klebt. Ohnerachttt sich ihre Pfarrer viel Mühe
gegeben, den Aberglauben und die Wahrsageren
unter ihnen auszurotten, so haben sie doch ihren
Zweck noch nicht gänzlich erreichen können, ob sie
gleich immer Gelegenheit suchen, sie von ihrer
Blindheit dabey zu überzeugen. Sie haben tau-
senderlei) abergläubische Künste und Gaukeleyen,
wodurch sie das zu erlangen hoffen, was sie sich
wünschen. Sie sind zwar ißt den Namen nach
Chri-
Allgemeines Historien-Buch
von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Titel
- Allgemeines Historien-Buch
- Untertitel
- von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Autor
- Gottlob Täubel
- Ort
- Wien
- Datum
- 1796
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 31.0 x 50.3 cm
- Seiten
- 632
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen