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unterrichten zu lassen. In alle» bewohnten Flecken,
wo Missionen sind, findet man Schulen, in welchen
die indianischc Jugend im Lcsen, Schreiben und
ln Handwerken unterrichtet werden, in wclchen sie
ts nach und nach eben so weit bringen, als ein
Europäer es bringen kann.
Alle Indianer in Peru oder in der Provii.z
Quito, die in Städten oder volkreichen Orten er-
zogen worden, sp an i sä) reden und Handivertc ge-
lernt haben, sind viel kluger und witziger, und ge-
sitteter als jenc, welche in kleinen indianischen
Dörfern aufwachsen oder wohnen. Jene besitzen
mehr Erfahrung und sind fähiger als diese lctztern.
Man nennet sie deswegen i,n gemeinen Leben Ladi--
nos oder gescheidte Indianer. Findet man
ja an ihnen noch etwas von den alten rohen Sit-
ten der gewöhnlichen Indianer, so rührt es da-
her , daß sie noch mit jenen umgehen. Uncer allen
unterrichteten verdienen die den Vorzug, welche
Bader oder Barbierer sind; von welchen einigt
so geschickt Aderlassen können, alü der beßte Wund-
arzt in Spanien. Dieses erzählt sowohl der be-
rühmte französische Gelehrte H. Iussieu, der
selbst ein Wundarzt »rar, als auch Hr. Genier-
gues in ihren Reisebeschreibungen von Peru. Es
ist daher kein Zweifel, daß wenn man nur die In-
dianer in allen spanischen Colonien in Ame-
rika in ihren Dörfern auch in der spanischen
Spra-
Allgemeines Historien-Buch
von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Titel
- Allgemeines Historien-Buch
- Untertitel
- von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Autor
- Gottlob Täubel
- Ort
- Wien
- Datum
- 1796
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 31.0 x 50.3 cm
- Seiten
- 632
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen