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len, welche sein Bttt ausmachen, nahe ans Feuer,
und setzt !l>m dabe» eine^l.ischc Chicka vor. Dlt
Hitze des Fibers und das Fcncr. wodurch jene noch
vergrößert wird, machen ihn so dlnsiiq, daß « alle
Aligeublicke zu trinken verlangt. Die Flecken wer-
den dadurch immer mehr heraus getrieben, und
den folgeren Tay w>'d es entweder besser oder
schlimmer mit ihm; im letzter« Falle stirbt er ge-
wöhnlich bald.
Diejenigen Indianer aber, welche der Ge-
fahr schwerer Krankheiten oder Seuchen noch ent-
kommen, leben gemeiniglich lange; und sowohl un^
ter den Männern als Weibern ihres Geschlechts
findet man Leute, die über hundert Jahre alt, und
noch stark gesund und munter sind; wie dieses der
berühmte Anton de Ulloa auf seinen Reisen in P e-
ru in der Provinz Quito selbst beobachtet hat.
Ohne Zweifel tragen lhre einfachen und ungekün-
selten Speisen, mit denen sie keine Veränderung
vornehmen, dazu bey, daß sie gesund bleibe!»
und alt werden, wozu noch kommt, daß sie mehr
in freyer Luft als in eingeschlossenen Hütten ober
Zimmern leben» Außer den obcn genannten Spei-
sen genießen sie.«lel Salz und Aji, (eine Art star-
ken Pfeffers). Sie nehmen einen großen Salz-
klumpen, und beißen so lange davon ab, bis sie satt
find. Das Salz essen sie auf diese Art mit solcher
Begierde, daß sie ein oder zwey Sülzklumpm hö-
her
Allgemeines Historien-Buch
von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Titel
- Allgemeines Historien-Buch
- Untertitel
- von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Autor
- Gottlob Täubel
- Ort
- Wien
- Datum
- 1796
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 31.0 x 50.3 cm
- Seiten
- 632
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen