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Ml des Tags, nämlich einmal des Morgens unl
10 Uhr, und des Abends um vier Uhr, welches zu
t lma für die Mittagömalzeit gilt, und um Mit»
ternacht essen sie gemeiniglich noch etwas von leich-
ten talten Epclscn.
Des Tages über trinken sie häufig den Thee
von dem Kraut Paraguay, welches auch von
einigen Schriftstellern Partholomäus-Kraut
gencnnt wird, und wie schon oben erwähnt wor-
den, in der peruanischen Provinz Paraguay
wächst. Eie werfen nämlich dieses Kraut in eine
mit Silber beschlagene Schaale von einer Frucht,
tie Calebasse heißt; dieses Gefäß nennen sie Mate.
Sie thun hernach Zucker hinein, gießen heißes Was-
ser darauf, und trinken es geschwind hinunter, well
«s sich sonst so dunkel färbt, daß es der Tinte ähn-
lich sieht, wenn man es lange stehen läßt. Man
trinkt diesen Decoct von Paraguay durch dünne
silberne Röhrchen, damit nicht so leicht Blätter vom
Kraut aus dem Geschirre mit in den Mund kom-
men können. Einige salgen auch diesen Thee durch
«inen silbernen Duischlag, den sie Apartador
nennen, damit sich das Kraut vom Wasser abson-
dere. Der Geruch dieses Getränks ist ziemlich an-
genehm und wohlschmeckender als der gewöhnliche
osiindische Thee. Der Gebrauch dieses Tranks ist
unter allen Ständen in Peru sehr gemein, so daß
ihn
Allgemeines Historien-Buch
von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Titel
- Allgemeines Historien-Buch
- Untertitel
- von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Autor
- Gottlob Täubel
- Ort
- Wien
- Datum
- 1796
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 31.0 x 50.3 cm
- Seiten
- 632
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen