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sen Indianern zu den S p a n i e r n tnChi l i , und
vermiethen siä) auf den Landgütern auf ein halbes
ober ganzes Jahr oder noch länger zur Arbeit. Wenn
ihre Zeit zu Ende isi, oder wenn es ihnen nicht
mehr gefällt, so gehen sie wieder in ihre Heimath,
und nehmen für das, was sic verdient haben, sol-
che Waaren mit, die sie brauchen können und un-
ter ihrer NaNon selten sind. Alle Indianer bey-
derley Geschlechts tragen Pomhas und Mäntel
von Wolle. Eie haben nicht vielerlei) Kleidungs-
stücke, indessen sind sie doch so geformt, daß sie ihre
Blöße bedecken. Hingegen die Indianer , welche
weiter von den spanischen Gränzen entfernt ge-
gen Süden zu wohnen, und, die Chanos auf
dem festen Lande bey Chiloe, gehen nackend; und
die, welche in den kandschaften Arauco und T»-
capel wohnen, reiten sehr gern. Ihre Kriegs-
heere bestehen daher theils aus Reiterey theils aus
Fußvolke. Ihre Waffen sind große Lanzen, die sie
sehr geschickt zu führen wissen, Pfeile und Keulen
und andere, welche bey den meisten indianischen
Nationen gewöhnlich sind.
Co oft diese an den Gränzen der Landschaften
von Ch i l i , wohnenden Indianer den Spa-
niern Krieg ankündigen, so dauert derselbe auch
gewöhnlich einige Jahre lang fort, weil die Lang-
wierigkeit desselben ihnen keinen Echaden thut, den
Spaniern ab« vielen Nachtheil bringt. Wenn
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Allgemeines Historien-Buch
von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Titel
- Allgemeines Historien-Buch
- Untertitel
- von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Autor
- Gottlob Täubel
- Ort
- Wien
- Datum
- 1796
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 31.0 x 50.3 cm
- Seiten
- 632
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen