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t<r der schönen Schaale dieser Früchte liegt ein ge-
fährliches Gift verborgen. Der Baum gelangt zu
einer mittelmäßigen Größe, hat einen runden Wi-
pfel, und sein Holz hat, wenn es noch frisch Ist,
eine gelblichte Farbe. Wenn man hinein schneidet,
su läuft ein weißer Saft häufig heraus, der eini-
germaßen dem Safte der Feigenbäume gleicht aber
doch nicht so dick und nicht so weiß aber eben so
giftig ist, als die Frucht selbst. Wenn er da«
Fletsch der Menschen irgendwo berührt, so verur-
sacht er Schmerzen und Entzündung. Diescs Uebel
zieht fich hernach in alle librige Theile deS Körpers,
bis man durch äußerlich gebrauchte Mittel den wei-
tern Fortgang derselben zu hemmen sucht. Daher
man das Holz von dem Manzanll lobaume
nachdem es gefällt ist, eine Zeltlang liegen und erst
recht austrocknen lassen muß, ehe man es verar-
beiten kann. Es sieht übrigens schön aus, und
ist mit gelblichen Adern gestreift. Wenn ein Mensch
aus Versehen eine Frucht von diesem Baume ißt,
so schwillt ihm unmittelbar der Leib aus, so daß er
endlich platzet; und der Kranke stirbt. Man hat
einige traurige Beyspiele davon an einigen neu«
angekommenen Europäern gesehen, welche auf
Schiffen in dortiger Gegend angelangt waren, und
auf «inen dasigen Berg geschickt worden, um Holz
zu den Gerüsten zu fällen, die man gewöhnlich zur
Einschiffung der Waaren nöthig hat. Bey der er-
sten Entdeckung dieses Landes haben dieses die
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von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Titel
- Allgemeines Historien-Buch
- Untertitel
- von den Merkwürdigen Entdeckungen fremder ehedem ganz unbekannter Länder und Inseln
- Autor
- Gottlob Täubel
- Ort
- Wien
- Datum
- 1796
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 31.0 x 50.3 cm
- Seiten
- 632
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen