Seite - 145 - in Ein neues Konzept für die geberlose Regelung von Permanentmagnet-Synchronmaschinen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
Bild der Seite - 145 -
Text der Seite - 145 -
9 Zusammenfassung
Mit dem heutigen Stand der Technik werden für den Betrieb von PMSM in Elektro- und
HybridfahrzeugenWinkelsensoren eingesetzt. Für denErfolg vonElektro- undHybridfahr-
zeugen in der Serienfertigung sindweitereReduktionen der Produktionskosten erforderlich.
BeidemWinkelsensorsindEinsparungendurchgeringereAnforderungenandieGenauigkeit
desSensorsmöglich.AlternativkanndiePMSMauchvollständigohneWinkelsensorbetrie-
benwerden. In beiden Fällen ist eine zusätzlicheWinkelinformation von einemgeberlosen
Verfahrenerforderlich.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit bestand in der Entwicklung eines neuen Konzeptes zur
geberlosenRegelungvonPermanentmagnet-Synchronmaschinen.DazuwurdenmehrereVer-
fahren fürdiegeberloseRegelungeingesetztunddenAnforderungenentsprechendneu-oder
weiterentwickelt. InKapitel3wurdeeingeeignetesSimulationsmodellbasierendauf[24,25]
fürdieEntwicklungdergeberlosenVerfahrenuntersucht.DasgewählteModellwurdeumein
ModellderSternpunktspannungerweitert.DabeiwurdedetailliertaufdieHerleitungdesMo-
dells sowie auf dieErstellungder benötigtenParameter ausFE-Berechnungen eingegangen.
Als geberlosesVerfahren für den Stillstandwurde inKapitel 4 ein neues Testpulsverfahren
vorgestellt.MitdemneuenTestpulsverfahrenwirddie initiale,eindeutigeWinkelbestimmung
imStillstandrobustmiteinerrelativgeringenAnzahlvonTestpulsenermöglicht.Fürdennied-
rigenbismittlerenDrehzahlbereich(≤10%NNenn)wurdederEinsatzvonTestsignalverfahren
oderTaktmusterverfahrenvorgeschlagen. InKapitel5wurdenTestsignalverfahrenuntersucht
undmodifiziert. Die Betriebsbereiche der Testsignalverfahren nach [34, 35] sind stark ein-
geschränkt. Auchmit derVerbesserung nach [41] können großeBereiche nicht angefahren
werden.UmdenBetriebsbereichdeseingesetztenTestsignalverfahrenszuerweitern,wurden
dq-stromabhängige Kennfelder erzeugt, die die Amplitude und denOffset der berechneten
Sinus-undKosinus-Komponenteentfernen.WeiterhinwurdeeinevonderMTPA-Trajektorie
abweichende idq-Trajektorievorgeschlagen,umBereichemitniedrigerAmplitudederSinus-
undKosinus-Komponentezuvermeiden.DasTaktmusterverfahrenwurde imKapitel6unter-
sucht undweiterentwickelt. EinigeTaktmusterverfahren, beispielsweisenach [49], erfordern
einesternverschaltetePMSMundeinezusätzlicheSpannungsmessungdesSternpunktes.Auf-
grund der Einschränkung auf sternverschaltete PMSMund derKostensteigerung durch die
Spannungsmessungeignen sichTaktmusterverfahrennicht für alleElektro- undHybridfahr-
zeuge.DasVerfahrennach[49]weißteinstarkeStromabhängigkeitauf.DasVerfahrenwurde
daher umeine stromabhängigeKompensation erweitert, umdenBetriebsbereich zu vergrö-
ßern. Weiterhin wurde eine neue PWM-Ansteuerung entwickelt, die den Betriebsbereich
zusätzlicherweitertunddieStandardabweichungdesWinkelfehlersreduziert.Gegenüberden
Testsignalverfahren kann das neueTaktmusterverfahren über einen größerenArbeitsbereich
robuste und genaueWinkelberechnungen liefern. Für den höherenDrehzahlbereich (>10%
NNenn)wirdindervorliegendenArbeitdasEMK-Verfahrennach[72]eingesetzt.Beihöheren
145
Ein neues Konzept für die geberlose Regelung von Permanentmagnet-Synchronmaschinen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
- Titel
- Ein neues Konzept für die geberlose Regelung von Permanentmagnet-Synchronmaschinen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
- Autor
- Sebastian Paulus
- Verlag
- KIT Scientific Publishing
- Datum
- 2018
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- ISBN
- 978-3-7315-0862-5
- Abmessungen
- 17.0 x 24.0 cm
- Seiten
- 180
- Schlagwörter
- Hybridfahrzeuge, Energiemanagement, Fahrerassistenzsysteme, Optimale Regelung, Modellbasierte Prädiktive Regelunghybrid vehicles, energy management systems, driver assistance, optimal control, model predictive control
- Kategorie
- Technik