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Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen - Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900
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© 2020, V&R unipress GmbH, Göttingen ISBN Print: 9783847110606 – ISBN E-Lib: 9783737010603 (Zara) undSplit (Spalato), „Venezianisch-Albanien“2mit derBucht vonKotor (Cattaro) – einemder besten natürlichenTiefwasserhäfen derWelt – undder gleichnamigenStadtals administrativemundwirtschaftlichemZentrum. DieAdriawar seit demhohenMittelalter einvenezianischesmare clausum, mit dem osmanischen Vorstoß im 15. Jahrhundert wurde das Randmeer zu einem zwischen dem Osmanischen Reich im Osten und den christlichen Mächten imNorden undWesten umstrittenen Grenzraum.3Das Osmanische Reich kontrollierte die Lika, Bosnien, die Herzegowina und den größten Teil Albaniens.EinzigdieStadtrepublikDubrovnikunddasFürstbistumMontene- gro,zudemauchdashochüberderBuchtvonKotoraufragendeLovc´enmassiv gehörte, konnten–alsVasallendesosmanischenSultans– eineTeilautonomie wahren. Im Schatten Venedigs, der damals größten und reichsten Stadt des christlichenEuropa,undzugleich inKonkurrenzzur ,Serenissima‘ rücktendie HabsburgerabMittedes14. JahrhundertsandieAdriavor:DaszurGrafschaft Görz gehörende SanGiovanni diDuino amGolf vonTriest nördlich der istri- schenHalbinselwurde1366habsburgisch,dieStadtTriest folgte imJahre1382.4 1465wurdeRijeka (Fiume) erworben, dieHabsburger hattendamit einenZu- gangzurKvarner-Bucht (sieheKarte1). DasOsmanischeReich erreichte in der Regierungszeit Sultan Süleymans I. (1494–1566) den Gipfel seiner Macht, 1529 belagerten osmanische Truppen Wien.AufdenLangenTürkenkrieg (1593–1606) folgte danneine fast sechzig- jährige Friedensperiode zwischendenOsmanenunddenHabsburgern, die in dieser Zeit ihrenFokus jeweils auf andere innen- und außenpolitischeGegner lenkten.AuchzwischenVenedigunddemOsmanischenReichsollteesnachdem EndedesViertenOsmanisch-VenezianischenKrieges (1570–1573), indemdie Venezianer Zypern verloren hatten, für siebzig Jahre zu keinen Kampfhand- lungenkommen.DaesVenedig aber gelungenwar, das südlichder Straßevon OtrantogelegeneKorfugegendieOsmanenzuhalten,bliebdieAdriaeinnahezu exklusives venezianisches Einflussgebiet. Die Republik ging auch weiterhin gegen jedweden Eindringling in ihrenmaritimenHerrschaftsbereich vor und 2 Zur spätmittelalterlichenGeschichte diesesRaumes sieheOliver Jens Schmitt,Das venezia- nischeAlbanien: 1392–1479(SüdosteuropäischeArbeiten,110),München2001. 3 PamelaBallinger, LiquidBorderland, InelasticSea?Mapping theEasternAdriatic, in:Omer Bartov/EricD.Weitz(Hg.),ShatterzoneofEmpires.CoexistenceandViolenceintheGerman, Habsburg, Russian, andOttomanBorderlands, Bloomington 2013, S. 423–437, hier S. 424– 425. 4 AndreasHelmedach, DasVerkehrssystem alsModernisierungsfaktor: Straßen, Post, Fuhr- wesenundReisennachTriest undFiumevomBeginndes 18. Jahrhunderts bis zumEisen- bahnzeitalter (SüdosteuropäischeArbeiten,107),München2000,S. 49. DerDrangnachSüden 119
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Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900
Titel
Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen
Untertitel
Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900
Autoren
Wolfram Dornik
Bernhard Bachinger
Stephan Lehnstaedt
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1060-3
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
362
Schlagwörter
KUK, K.U.K, Habsburg, Monarchie, Österreich-Ungarn
Kategorien
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