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Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen - Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900
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© 2020, V&R unipress GmbH, Göttingen ISBN Print: 9783847110606 – ISBN E-Lib: 9783737010603 streckenerhieltendiemitteleuropäische Spurweite (1435mm).Zuvorhatten– abgesehenvonder LinieWarschau-Wien– alleübrigenGleisverbindungen im Königreich Breitspurgleise (1524mm) besessen, genauso wie in Russland.30 Anstelleder russischenMaßewurdedasmetrischeSystemeingeführt. Das kulturelle und politische Leben unter der Besatzung näherte sich dem galizischen beziehungsweise dem österreichischen Modell an, und teilweise wurde Lublin bereits ,Klein-Wien‘ genannt.31 ImTheaterrepertoire, aber auch bei denVeröffentlichungen,wurden trotzZensur Inhalte zugelassen, die unter russischer Verwaltung verboten gewesenwaren und die polnische Geschichte undTraditionoder sogar die nationalenBefreiungskämpfe betrafen.32DieBe- satzungsbehördengestattetenöffentliche, festlicheKundgebungenzuwichtigen JahrestagenderpolnischenGeschichte,etwaderVerfassungvom3.Mai1791,zu denAufständenoderdemhundertstenGeburtstagvonTadeuszKos´ciuszko;an einigendieserFeierlichkeitennahmenVertreterderMilitärverwaltung teil.33 DasVerhältnisderneuenHerrscher zudenEinwohnerndes besetztenGebiets DasVerhältnis der Besatzungsbehörden zur Bevölkerung des besetzten Terri- toriumsveränderte sich inZeitundRaum,wasausdembereits genanntenHin undHer der vonWien und dem ab 1916 in Baden stationierten Armeeober- kommandobetriebenenPolenpolitik resultierte.Die einzigeKonstantewardie wirtschaftlicheAusbeutung–etwavonArbeitskräften–deserobertenGebiets, obwohl erneut verschiedeneMethoden zur Anwendung kamen, von Straßen- razzienüberZivilarbeiter-Abteilungenbis hin zur freiwilligenAnwerbung zur Arbeit in der Donaumonarchie.34Brutale Stärke, deren Folge Todesopfer und Verhaftungenwaren,wurdebeiderBeschlagnahmevonLebensmittelnundder Niederschlagung von Aufruhr nach dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk angewendet, obschondamals auchdieMethode ,ZuckerbrotundPeitsche‘ ver- wendetwurde.DieräumlicheDifferenzierungbestanddarin,dassangesichtsder geringen Kompetenzen des Generalgouvernements die einzelnen Kreiskom- mandanten eine relativ eigenständigePolitikbetreibenkonnten; Polen stellten unterihnennureinenkleinenProzentsatz.InsgesamtwurdedasbesetzteGebiet 30 Bis Anfang 1918 bauten die Besatzungsbehörden 249km Bahnen mit Normalspur und 314kmmitSchmalspur:Hausner,DiePolenpolitik (wieAnm.6), S. 362. 31 MariaDa˛browska,Dzienniki1914–1965,Bd.1, 1914–1925,Warschau2009,S. 68. 32 StefanKruk, Z˙ycie teatralnewLublinie1872–1918,Lublin1982. 33 Hupka, Z czasjwWielkiej Wojny (wie Anm.13), S. 59; Mieczysław Ryba, S´rodowiska i ugrupowaniapolitycznenaLubelszczyz´nie1914–1918,Lublin2007,S. 103. 34 Lewandowski,Krjlestwopolskiepodokupacja˛ (wieAnm.3), S. 60, 90–93. DasMilitärgeneralgouvernementLublin imErstenWeltkrieg 165
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Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900
Titel
Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen
Untertitel
Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900
Autoren
Wolfram Dornik
Bernhard Bachinger
Stephan Lehnstaedt
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1060-3
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
362
Schlagwörter
KUK, K.U.K, Habsburg, Monarchie, Österreich-Ungarn
Kategorien
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