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Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen - Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900
Seite - 169 -
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Seite - 169 - in Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen - Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900

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© 2020, V&R unipress GmbH, Göttingen ISBN Print: 9783847110606 – ISBN E-Lib: 9783737010603 ÖsterreichsAnsehendortvollständigzusammengebrochenist.DieÖsterreicher sindsoblamiertundniemandgibtmehreinenPfifferlingaufsie.Vondenbeiden ÜbelnbeginntmanimKönigreichdiePreußenvorzuziehen.“45Auchdiespätere Polenpolitik stieß auf dasMisstrauender politischenElitenwie auchbreiterer gesellschaftlicherKreise,dadieBesatzungsverwaltungihrebisherigenVorrechte behielt. Schlussfolgerungen Einek.u.k.-Militärverwaltunggab es sowohl imSüdendesKönigreichsPolen als auch anderswo. Doch die politische Lage imMilitärgeneralgouvernement Lublinunterschied sichgrundsätzlichvondenBalkan-Territorien. Serbenund MontenegrinerbesaßeneigeneStaatenundihreStreitkräftekämpftengegendie ArmeenÖsterreich-Ungarns.Wenndie Einwohner des südlichenKönigreichs Polengegendiek.u.k.-Armeekämpften,dannindenUniformeneineranderen Teilungsmacht–Russlands.DieNiederlagedesZarentumsbedeutetedieChance auf zumindest teilweiseVerwirklichung der polnischennationalenBestrebun- gen, sowiedies zuvor inGalizienderFall gewesenwar.DieseHoffnungenund Sympathien gegenüberder k.u.k.-MonarchiewarenvordemKrieg unter den BildungsschichtenundPolitikerndesKönigreichsverbreitetgewesen.Schondie erstenKriegsmonatebedeuteteneinetiefeEnttäuschung,denninderPolitikder österreichisch-ungarischen Behörden im besetzten Gebiet oder vielmehr im Königreich Polen überwogen kurzfristige Ziele, vor allem derWunsch nach wirtschaftlicher Ausbeutung des feindlichen Landes. Auf der politischen und kulturellenEbeneberücksichtigtendieBesatzungsbehördeningrößeremMaße alsdieRussendienationalenBestrebungenderPolen,dochnichtsosehr,wiees sichderenElitenoderauchdieimmernationalbewussterenbreiterenKreiseder Gesellschaft erhoffthatten. Je längerderKriegdauerte,desto stärkerwarendie Unabhängigkeitsbestrebungen, weshalb die k.u.k.-Monarchie wie eine Tei- lungsmacht behandelt wurde. Die Reste von Sympathien und Erwartungen machteder Friedensvertrag vonBrest-Litowsk zunichte.Kundgebungengegen dieBesatzernachdemAbschlussdiesesAbkommensdemonstriertendieStärke der polnischennationalenBestrebungen sowie zugleich die Schwäche des Be- satzungsapparatsundseinerGrundlage,derk.u.k.-Armee. Die Polenpolitik derDonaumonarchie, die vomLubliner k.u.k.-Militärge- neralgouvernement inPolenumgesetztwurde, bestandeinerseits in einerwei- terenVerschlechterung der Existenzbedingungen für eine Bevölkerungsmehr- heit imbesetztenGebiet, andererseits warendie Bedingungen des politischen 45 Hupka,ZczasjwWielkiejWojny(wieAnm.13), S. 216. DasMilitärgeneralgouvernementLublin imErstenWeltkrieg 169
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Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900
Titel
Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen
Untertitel
Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900
Autoren
Wolfram Dornik
Bernhard Bachinger
Stephan Lehnstaedt
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1060-3
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
362
Schlagwörter
KUK, K.U.K, Habsburg, Monarchie, Österreich-Ungarn
Kategorien
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