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Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen - Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900
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Seite - 296 - in Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen - Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900

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© 2020, V&R unipress GmbH, Göttingen ISBN Print: 9783847110606 – ISBN E-Lib: 9783737010603 ständnis, das aber für die kroatischsprachige Bevölkerung einenVersuch von ,Magyarisierung‘ undSäkularisierung– sprich: einenationalpolitischeGefahr fürdaskatholische,Kroatentum‘–bedeutete.AnhanddieserDebattenlässtsich insofern erforschen, warum sich die italienischeNationalität inUngarn eines gewissenSonderstatuserfreuendurftebeziehungsweisewieundwarumgenuin kirchenpolitische Themen nationalpolitisch aufgewertet und umkontextuali- siertwerdenkonnten. Fiume/Rijeka:UngarischeHafenstadtmiteiner italienischsprachigenElite Nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich von 1867 (osztr#k-magyar kiegyez8s)erhieltdiemagyarischeEliteindereinenReichshälftedieMöglichkeit unddieChance,einenungarischenNationalstaatzubauen.4WährendWiendem supranationalen Imperiumsgedanken treu blieb undkeinemVolk eine verfas- sungsrechtlichverankerteHegemonie gewährte,wardieungarischeNationals die einzige politische Nation der ungarischen Reichshälfte konzipiert: Die Nationalitäten hatten zwar weitgehende Rechte im Sprachgebrauch oder im Schulwesen, aber siewurdenpolitisch als Teile der einenundunteilbarenun- garischenNationwahrgenommen.NachdemdiesesungarischeNationskonzept, dasmit dem französischenvieleÄhnlichkeiten aufwies, auf der symbolischen und geschichtspolitischen Ebene, etwa umdas 1896 gefeierte, tausendjährige Jubiläumderangeblichen,Landnahme‘durchdiemagyarischenStämme,immer mehrethnisch (d.h.magyarisch) formuliertwordenwar,5 zeigten sichdie gra- vierendenUnterschiede zwischenderÖffentlichkeitÖsterreichsundUngarns. DaspolitischeLebenwurdeinUngarnbiszumEndederHabsburgermonarchie von einermeistens kalvinistisch-reformierten,magyarischstämmigen Schicht, der Gentry, dominiert und blockiert. Die Nationalitäten der ungarischen Reichshälftewaren also – imGegensatz zudenNationalitäten derösterreichi- schen Reichshälfte – in der politischenÖffentlichkeit weit unter ihrem pro- zentuellenAnteil anderBevölkerungvertreten. Diemehrheitlich italienisch bewohnte Stadt Fiume/Rijeka genoss aber eine spezielleBehandlunginderungarischenReichshälfte.Die ,Magyarisierung‘der Stadt–zumindest inderuntersuchtenPeriode–wurde(noch)nichtangestrebt, 4 Judson,L’Autriche-Hongrie8tait-elleunempire? (wieAnm.2), S. 580. 5 DieEthnisierungerfolgtejedenfallsaufderlokalenEbeneunterschiedlich,jenachdem,obdie lokale Mehrheitsnationalität die ungarische Staatsidee akzeptieren, dulden konnte oder vollkommen ablehnte, dazu siehe u.a. B#lint Varga, TheMonumental Nation.MagyarNa- tionalismandSymbolicPolitics inFin-de-siHcleHungary,NewYork2016. PéterTechet296
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Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900
Titel
Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen
Untertitel
Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900
Autoren
Wolfram Dornik
Bernhard Bachinger
Stephan Lehnstaedt
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1060-3
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
362
Schlagwörter
KUK, K.U.K, Habsburg, Monarchie, Österreich-Ungarn
Kategorien
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