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Sportpresse und Sportberichterstattung 1918–1938 165
Abb.46:Max Leuthe bringt die Figuren seiner Satiren auch gezeichnet zu Papier:
Der Rapidler Schatzinger und der Hakoahner Schmonzides (Illustriertes Sportblatt,
12. 5. 1923).
Sport zahlreiche neue Fans verschafft habe.13 Steiner, der eine Zeitlang auch
Hakoah-Sekretär war, musste als Jude 1938 emigrieren und gelangte über
Großbritannienunddie Schweiz indieUSA.14
Ein wichtiges Terrain der Sportpublizistik und zugleich ein wesentlicher
medialerMotorderPopularisierungdesSporteswar schließlichderRundfunk.
Hatte der Sport seinenPlatz anfangsnur imRahmenallgemeinerNachrichten
und ab 1926 im „Wochenbericht für Sport und Körperkultur“, ermöglichte ab
1928 ein fahrbarer Kurzwellensender die Liveübertragung. Entscheidend für
die enormenEinschaltquotenwar vor allemdie Einsicht derRAVAG, dass der
Sport im Radio nur durch die Dramaturgie der Reportage und das Unterhal-
13 RudiRenger, FranzRest,DieNeueKronenzeitung.Massenmediales Flaggschiff aller öster-
reichischen Populisten. In: Richard Faber, FrankUnger (Hg.), Populismus in Geschichte und
Gegenwart (Würzburg 2008) 175–210, hier 180.
14 FlorianTraussnig, GeistigerWiderstandvonaußen.Österreicher inUS-Propagandainstitu-
tionen imZweitenWeltkrieg (Wien/Köln/Weimar 2017) 79.
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
- Titel
- Sportfunktionäre und jüdische Differenz
- Untertitel
- Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
- Autoren
- Bernhard Hachleitner
- Matthias Marschik
- Georg Spitaler
- Verlag
- De Gruyter Open Ltd
- Ort
- Berlin
- Datum
- 2019
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-11-055331-4
- Abmessungen
- 15.5 x 23.0 cm
- Seiten
- 376
- Kategorien
- Geschichte Nach 1918