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Nach 1918
Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Seite - 174 -
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174 7 Sport in den Medien sohießes im Juli 1928,habe sich„mit ihremallenForderungendes jüdischen NationalgedankensHohn sprechendenVerhalten […] ins Schlepptau vonVer- dienern nehmen“ lassen. Mehr noch: Die „Geschäftsmacher“ hätten im Klub „Oberwasserbekommenundessieht soaus,alsobmandortwiederdarangin- ge, abermals durchNeubelebungdesProfessionalismusder jüdischen Jugend einenWeg körperlicher Erziehung zu zeigen, der gegen dieMoral und gegen das Judentumgeht“.40 So erweisen sich Printmedien letztlich als eine ergiebige Quelle für jüdi- sche Identität imAllgemeinenund jüdische Sportfunktionäre imBesonderen. Wurde zum einen den Funktionären ein hohes Maß an Einflussnahme und großeEntscheidungskompetenzhinsichtlichderGeschickeeinesVereinesoder Verbandes zugeschrieben,wurde daher zumanderen über die Ebene der Lei- tung undVerwaltung häufig und regelmäßig geschrieben. Gerade bei führen- denFunktionärenvonpopulärenVereinenoderVerbändenwurdenderenZiele und Pläne problematisiert, aber auch ihr ziviles, außersportliches Leben zu- mindest ansatzweise erwähnt. Stellt dieMedienberichterstattung also zumeinen Ego-Dokumente bereit, die vor allemAufschlüsse über die Selbstpositionierung jüdischer Akteure im Wien der Zwischenkriegszeit liefern, präsentiert sie andererseits eine externe Sicht, dochnicht nur jeneder nichtjüdischenBevölkerung, sondernauchden internen Blickwinkel von Juden auf andere Juden. Undwenn es darumgeht, die komplexen Produktionsprozesse „jüdischer Identität“ zu rekonstruieren, sindMedienberichte eineunverzichtbareQuelle, sowohlquantitativwiequali- tativ. CaseStudy:WienerSport imFeuilleton. Emil Reichüber Funktionäreund„jüdische“ Körperkultur DerEssayist undSportkommentator EmilReich stehtbeispielhaft fürmoderne essayistische Auseinandersetzungen mit dem Thema Sport.41 In den 1920er- in ernste finanzielle Turbulenzen, vgl.Werner Skrentny, Hakoahs Exodus. Importe in die US- Profiligen. In:Schulze-Marmeling (Hg.),Davidstern, 433–458. 40 DieNeueWelt 42 (6.7.​ 1928) 17. 41 FürwichtigeHinweiseundHilfestellungendankenwirAlfredPfoser.
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Sportfunktionäre und jüdische Differenz Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Titel
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Untertitel
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Autoren
Bernhard Hachleitner
Matthias Marschik
Georg Spitaler
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-055331-4
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
376
Kategorien
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