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Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Seite - 177 -
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Case Study: Wiener Sport im Feuilleton 177 des jüdischen Sports oder von Zuschreibungen des „Jüdischen“ an den Sport beschäftigt habenmuss, jadassdiesThemenwaren, andenenReichetwaan- gesichts der Erfolge der Hakoah-Fußballsektion und ihrer Wertigkeit für die zionistischeBewegunggarnichtvorbeigehenkonnte. ImFolgendensoll esda- herdarumgehen,EmilReichsEssaysaufdieThematik jüdischerDifferenzund dieBehandlungvonFunktionärendesSports zubefragen. Die Funktionäre EmilReichhat sich inseinenBeiträgenoftmitdenStrukturenundderOrgani- sation des Sports sowiemit deren Protagonisten, denVerbands- undVereins- funktionären sowie denManagern undMäzenen, beschäftigt. Auffallend ist, dass ihnkeineandereMaterie zuähnlichscharfenPolemikenundgeharnisch- terKritikveranlasste.Mitdenzahllosenkleinen,ehrenamtlichenFunktionären (undFunktionärinnen)hatsichReichinseinenArtikelnallerdingsniebeschäf- tigt.UmsomehrwardasThemaderFunktionäre imVerbandund indenProfi- vereinen immerwiederAnlass fürKritik, ein Indizdafür,wie sehrFunktionäre und ihre Tätigkeit in den späten 1920er-Jahren imZentrumeines öffentlichen Interesses standen. Nach der Ansicht Reichs seien Funktionäre und Manager zumindest im Fußball allerdingserstmitderEtablierungdesProfessionalismus insRampen- lichtgetreten.Manschenke, soheißt esEnde 1924,diesenMännernweitmehr Aufmerksamkeit „als früher,woman indenVereinenängstlichbemühtwar,dieTätigkeit gewisserFunkti- onärevorderÖffentlichkeit zuverbergen. InderZeitdesScheinamateurismusspieltesich der ganze Vereinsbetrieb in einem geheimnisvollen Dunkel ab, sodaß man hinter den als Fassade aufgerichteten,mit denOrnamentendesAmateurismusbemalten brüchigen WändenbloßSchattenhinundherhuschen sah.“ Erstmit demProfibetrieb falle nun „das Licht bis in die Kulissen und die Regisseure, Inspizienten undDirigenten des Ver- einslebenskönnensichnichtmehr verstecken. Jetzt nimmtdieOeffentlichkeit dieseHer- renziemlichdeutlichwahr, jetzt beobachtet sie auch ihrGebaren, jetzt kritisiert sienicht mehr bloß die Spieler, sondern auch jene Leute, welche die Akteure auf dem grünen Rasenengagieren, dasEnsemble zusammenstellenunddasProgrammbestimmen.“54 InetlichenBeiträgengehtReichmitdenKlubleitungenhart insGericht:So fiel sein Resümee nach einigenMonaten Berufsfußball bezüglich der sportlichen 54 EmilReich, DerManager. In:NeuesWiener Journal (21. 12.​ 1924) 17.
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Sportfunktionäre und jüdische Differenz Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Titel
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Untertitel
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Autoren
Bernhard Hachleitner
Matthias Marschik
Georg Spitaler
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-055331-4
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
376
Kategorien
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