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Nach 1918
Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
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184 8 Konflikte dassetwadieösterreichischenGerichtssälederZwischenkriegszeit eineBühne bildeten, auf der „performances of Jewish difference served both to reinforce andredefine itsboundaries“.3 ImfolgendenKapitelwerdenwireinigeBeispiele dafür anführen. IndiesemSinngeht esumdieFrage, ob inkonflikthaftenDis- kursenein–wieauch immerdefiniertes–„Jüdischsein“vondenAkteurInnen als distinktivesMerkmal eingesetztwurdeundFragenvon jüdischerDifferenz dieAchsen,Auslöser oderAnlässe vonKonfliktenbildeten. Profifußball:Massensport oder elf bezahlte Gladiatoren? EinewesentlicheKonfliktlinie imösterreichischenSport verliefbis zumFebru- ar 1934 zwischen den VertreterInnen des bürgerlichen, nach Selbstdefinition „unpolitischen“SportsundjenendessozialdemokratischenArbeiterInnensports. Schonabdenbeginnenden 1920er-Jahrenexistierte indenmeistenSportarten kein gemeinsamer Sportbetriebmehr.4 Im Fußball entzündete sich die Frage primäranderBezahlungderSpieler.MitderEinführungdesoffenenProfessio- nalismus im Jahr 1924 bahnte sich auch hier eine Trennung an, obgleich der sozialdemokratische SportverbandVAS und der bürgerliche „Schutzverband“ noch bis 1926 unter dem gemeinsamenDach des ÖFB koexistierten.5 Die Be- deutsamkeit der Frage des Verbandes beruhte darauf, dass derWettkampfbe- trieb mit wenigen Ausnahmen – etwa dem Profiboxen – in monopolisierten nationalen und internationalen Verbänden organisiert war. Diese Strukturen hatten sich zuBeginnderModerneausgebildet,6 stießenaber vor allem inder österreichisch-ungarischen Monarchie wegen der Widersprüche zwischen StaatundNationauf großeProbleme.Nach 1918bekamdieFrageeineandere 3 Lisa Silverman, Becoming Austrians. Jews and Culture between theWorld Wars (Oxford/ NewYork 2012) 31. 4 ReinhardKrammer, Arbeitersport inÖsterreich. EinBeitrag zurGeschichte derArbeiterkul- tur inÖsterreichbis 1938 (Wien 1981); ReinhardKrammer, Die Turn- undSportbewegung, in: ErikaWeinzierl,KurtSkalnik (Hg.),Österreich1918–1938.GeschichtederErstenRepublik (Graz/ Wien/Köln 1983) 731–743; MatthiasMarschik, Das kickende Proletariat. Arbeiter und Fußball imWiender Zwischenkriegszeit. In: SportZeiten 12,H. 3 (2012) 37– 51. 5 MatthiasMarschik, „WirspielennichtzumVergnügen“.Arbeiterfußball inderErstenRepub- lik (Wien 1994). 6 MatthiasMarschik,ModerneundSport. TransformationenderBewegungskultur, in:Matthi- asMarschik, RudolfMüllner, OttoPenz, GeorgSpitaler (Hg.), Sport Studies (Wien 2009) 23–34, hier 26f.
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Sportfunktionäre und jüdische Differenz Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Titel
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Untertitel
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Autoren
Bernhard Hachleitner
Matthias Marschik
Georg Spitaler
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-055331-4
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
376
Kategorien
Geschichte Nach 1918
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