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Abb.59:Bundeskanzler Dollfuß und Hugo Meisl im Gespräch bei einem Länderspiel
auf der Hohen Warte, im Hintergrund u.a.: Josef Gerö, um 1933 (Photo-Sammlung
Dr. Heinz Gerö, Fotograf: B. Kern).
Dienst taten,37 hatten sich geänderte Konstellationen in den Fragen von jüdi-
scher Differenz aufgetan, die auf potenzielle Netzwerkbildungen nach 1918
maßgeblichEinflussnahmen:Das reicht vonderbewusstenHinwendungzum
Zionismus –wie im Falle des Hakoahners Arthur Baar – über Versuche, sich
weitestmöglich abseits der Zuschreibungen des Jüdischen zu positionieren –
wiebeiLeoSchidrowitz–,bishinzuunterschiedlichstenZwischenformen, für
dieder polyglotteHugoMeisl einesder schillerndstenBeispiele ist, der in sei-
nerFokussierungaufdenFußballsportmitSozialdemokratenwiebürgerlichen
Politikern und Austrofaschisten genauso „gut konnte“ wie mit bürgerlichen
„unpolitischen“ und mit Arbeitersport-Funktionären. Nicht zuletzt sind die
Kontaktezuberücksichtigen,diesichunterSpielernwährenddesKriegsentwi-
ckelt hatten, dennvieleAktivewaren später als Funktionäre tätig.
37 RobertWistrich, AufstiegundFall desWiener Judentums. In:MarcusG.Patka (Hg.),Welt-
untergang. JüdischesLebenundSterben imErstenWeltkrieg (Wien/Graz/Klagenfurt 2014)34–
44,hier 36.
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
- Titel
- Sportfunktionäre und jüdische Differenz
- Untertitel
- Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
- Autoren
- Bernhard Hachleitner
- Matthias Marschik
- Georg Spitaler
- Verlag
- De Gruyter Open Ltd
- Ort
- Berlin
- Datum
- 2019
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-11-055331-4
- Abmessungen
- 15.5 x 23.0 cm
- Seiten
- 376
- Kategorien
- Geschichte Nach 1918