Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Nach 1918
Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Seite - 252 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 252 - in Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938

Bild der Seite - 252 -

Bild der Seite - 252 - in Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938

Text der Seite - 252 -

252 9 (Sport-)Netzwerke GemeinsameReisen Bei Gastspielreisen undTourneen zeigen sichnicht nur die dafür notwendigen internationalenNetzwerke,vielmehr lassensichanhanddermitreisendenFunk- tionäre auch Rückschlüsse auf interne Vernetzungen innerhalb des Wiener und österreichischen Sportgeschehens ziehen. Josef Gerö alsWiener Fußball- Verbandspräsident, Rudolf Brichta als Präsident der Admira (er fungierte erst später alsTeamarzt) oderEmanuelSchwarzalsPräsidentderAustriabegleite- ten häufig die österreichische Fußball-Nationalmannschaft auf Auslandsrei- sen.Gleichesgilt fürRobertLang,dersowohlalsTrainervonWackerWienund Simmeringwie später in seiner Zeit alsManagerderAustria als Teambegleiter fungierte. Richard Eberstaller und Gerö begleiteten oft die Nationalmannschaft zu Auswärtsspielen, das gilt auch für internationale Konferenzen, etwa zumMit- ropacupoderwennesdarumging,ausländischeDelegationeninWienzuemp- fangen. Ab den späten 1920er-Jahrenwar auch der frühere Admira-Präsident undnunmehrigeÖFB-FunktionärRudolfMützdabei,etwainBologna1927und Budapest 1931.77 Zum FIFA-Kongress 1931 in Berlin fuhren Eberstaller, Meisl undSchwarz.78 Esdeutet viel darauf hin, dass dieseMänner indenbetreffen- den Jahren imZentrumdesWiener Fußballnetzwerkes standen. Anlass für guteKontakte unddie potenzielle Ausbildung vonNetzwerken waren aber auch die Empfänge für Wiener Teams oder die Nationalmann- schaft, wenn diese erfolgreich aus der Fremde heimkehrten, oder umgekehrt fürausländischeVereineoderAuswahlen,wennsieWienbesuchten.DieMedi- enberichtemachendeutlich,dasssichdazukeineswegsnurdieFußballfunkti- onäre einfanden, sondern eine bunteMischung aus Honoratioren aus Politik undKunst,WirtschaftundSport.SchonbeiderRückkehrderHakoahausLon- donvomveritablen5:0beiWesthamimJahr 1923warennebenVertreterndes ÖFB und desWiener Verbandes auch Politiker, Künstler und Delegierte von fast allen Erstligavereinen zugegen. Und als das Nationalteam im Dezember 1932 vom 3:4 aus London zurückkehrte, wurde amPerron in Erwartung des Ansturmes einVIP-Bereichabgetrennt: „DerPräsidentdesOlympischenKomiteesDr. Schmidt stelltedemBundeskanzlerdieAn- wesendenvor, inzwischen fandensichauchGeneraldirektorSehfehlner vondenBundes- bahnen,Vizekanzler IngenieurWinkler, [Polizei-Vizepräsident]Hofrat Skubl, Sektionsrat Preiß, LegationsratDr.Wimmer vonder österreichischenGesandtschaft in London, Poli- 77 Vgl. Sport-Tagblatt (4. 11.​ 1927) 2; Reichspost (29.9.​ 1931) 12. 78 Hafer,Hafer,Meisl, 97.
zurück zum  Buch Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938"
Sportfunktionäre und jüdische Differenz Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Titel
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Untertitel
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Autoren
Bernhard Hachleitner
Matthias Marschik
Georg Spitaler
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-055331-4
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
376
Kategorien
Geschichte Nach 1918
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Sportfunktionäre und jüdische Differenz