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Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
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Susanne Helene Betz 10 Nachdem„Anschluss“ JüdischerSport nachdem„Anschluss“ andasDeutscheReich Wien 1938 Der „Anschluss“Österreichs anHitlerdeutschlandam12.März 1938bedeutete einenmassivenEinschnitt fürdierechtliche,sozialeundgesellschaftlicheSitu- ation jenerTeilederösterreichischenGesellschaft,die impolitischenundwelt- anschaulichen Gegensatz zum nationalsozialistischen System standen.1 Im Zuge der NS-Machtübernahme von „unten, von oben und von außen“ (Botz) errichtetenösterreichischeunddeutscheNationalsozialistenmittels quasirevo- lutionärerHandlungen, scheinlegalerMachtergreifungundmilitärischer Inter- ventionimMärz1938sehrrascheinneuesRegime.DiereichsdeutschenGesetze erlangten auf demGebiet des nunmehrmit Deutschland „wiedervereinigten“ Österreich schrittweiseGültigkeit undwurden imSinnederNS-Ideologiewei- ter ausgebaut.Dies bedeutete für vomNS-Regimediskriminierteundverfolgte Personengruppen wie Juden und Jüdinnen, Roma und Sinti, Homosexuelle, ZeugInnen Jehovas und politische GegnerInnen abMärz 1938 Einschränkun- gen invielenLebensbereichen.Die 201.000österreichischen Judenund Jüdin- nen, die zumehr als 90 Prozent inWien wohnhaft waren,2 bildeten die bei weitemgrößte Gruppe der Regimeverfolgten.3 Als Juden und Jüdinnen galten imNS-Staat jenePersonen,die entsprechenddenBestimmungendernational- sozialistischenNürnbergerGesetze–dem„Verwaltungsinstrument“(Stuhlpfar- rer) der gesellschaftlichen Isolierung und Diskriminierung dieser Personen- gruppe– als solche definiertwurden. Ob sich dieseMenschen als Juden oder 1 Dieser Textabschnitt (samt der anschließenden Case Study zur Hakoah) ist eine gekürzte Fassung eines in den SportZeiten erschienenenAufsatzes der Autorin: SusanneHeleneBetz, „Sport ohne Juden“. Sport in Österreich nach dem „Anschluss“ an das Deutsche Reich. In: SportZeiten 1 (2018) 7–51. 2 Anzahl 1938 lautDefinition indenNürnbergerGesetzenvon 1935, vgl. Kapitel 3. 3 Vgl. Clemens Jabloner et al., Schlussbericht der Historikerkommission der Republik Öster- reich:VermögensentzugwährendderNS-Zeit sowieRückstellungenundEntschädigungenseit 1945 inÖsterreich.ZusammenfassungenundEinschätzungen(VeröffentlichungenderÖsterrei- chischenHistorikerkommission 1,Wien/München 2003) 80ff. Open Access. © 2019 Susanne Helene Betz, publiziert von De Gruyter. Dieses Werk ist lizenziert unter der Creative Commons Attribution 4.0 International Lizenz (CC BY 4.0). https://doi.org/10.1515/9783110553314-010
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Sportfunktionäre und jüdische Differenz Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Titel
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Untertitel
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Autoren
Bernhard Hachleitner
Matthias Marschik
Georg Spitaler
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-055331-4
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
376
Kategorien
Geschichte Nach 1918
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