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Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
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282 10 Nach dem „Anschluss“ einslokal ein, das sich zuerst in der Sterngasse 13, dann amSalzgries befand. Nach der gänzlichen Suspendierung ihrer Vereinstätigkeiten seit dem „An- schluss“nahmendieVertreterInnenderverschiedenen jüdischenSportvereine dortAnfangMaigemeinsamdieArbeitenwiederauf.84Darunterbefandensich RechtsanwaltDr.OttoLifczis, der seit 1936Präsident des JüdischenTurn-und SportverbandÖsterreichs im„Makkabi-Weltverband“gewesenwar, jedoch im August 1938des JahresnachPalästinaemigrierte,85LeichtathletNorbertHoch- stimm vom Jüdischen TurnvereinMakkabi X86 undWalter Beck von der Ha- koah,87 Franz Guttmann, Dr. Adolf Brunner (ehemaliger Leiter der Makkabi Hazair)88 und Josua Torczyner (auch: Joshua Torcziner), ein ehemaliger Ha- koahner (Jugendfußball), Tischtennis-Sektionsleiter beim Verein Hasmonea- MakkabiundTennis-Makkabi-Worldchampion,der 1939überdieSchweiz,Bel- gienundKuba indieUSA flüchtenkonnte.89 Tennissektion, deren Mitglieder vorrangig Juden und Jüdinnen gewesen waren. WStLA 1.3.2.119.A32, Zl. 1065/1922 (Wiener Allround Sportklub); WStLA 1.3.2.119.A32, Zl. 7716/1929 (WienerGolf-Klub);BennoZelsacher, Golf-ClubWienFreudenau40 Jahre. 1949–1989.Hg. von HerbertRast (Wien1989);HannoLoewy,SektionDonauland. In:DanDiner (Hg.),Enzyklopädie jüdischerGeschichteundKultur, Bd. 5 (Stuttgart 2014) 420–425. 84 Torczyner, Days, 21; Joshua Torczyner, Die Tätigkeit des „Makkabi Wien“ 1938–1941. In: Bunzl (Hg.),Hoppauf, 128–134,hier 129ff.;UlrikeMariaGschwandtner, JüdischerSport ineiner antisemitischenUmwelt. Kontinuitäten antisemitischer Verhaltensmuster im österreichischen Sportdes20. Jahrhunderts,exemplarischbehandeltamBeispieldes jüdischenSportklubs„Ha- koah“ (Dipl.-ArbeitUniversität Salzburg 1989) 46;Anderl, Emigration, 282, 331. 85 Torczyner, Days, 21; Die Neue Welt, Nr. 579 (1936) 8. Otto Lifczis änderte später seinen Namen in Otto Eytan Liff und leitete als Polizeimajor die ab 1960 in Tel Aviv eingerichtete Untersuchungsstelle fürNSGewaltverbrechen.Sauer,Reiter-Zatloukal, Advokaten 1938, 232f.; AndreasEichmüller,KeineGeneralamnestie.DieStrafverfolgungvonNS-Verbrechen inder frü- henBundesrepublik (München2012) 395. IchdankeAlexander Juraske fürwertvolleHinweise zurBiographie Lifczis’. 86 IchdankeAlexander Juraske fürdiesenHinweis. Inseiner JugendwarHochstimmMitglied derHakoah. Illustriertes (Österreichisches) Sportblatt (5. 1.​ 1917) 8. 87 ZuBeckvgl.Körner, Lexikon, 18f. 88 Vgl.weiter:Anderl, Emigration, 244;Betz, Platzeröffnung, 165;Torczyner, Tätigkeit, 129ff. 89 Torczynerwar im Juwelenhandel, als Journalist und Sportkorrespondent tätig undwirkte lebenslang in zahlreichen jüdischenOrganisationen. Inder Schweiz unterstützte er dasHilfs- komitee desMaccabiWeltverbands als Exekutivdirektor, in Belgien arbeitete er im jüdischen Untergrund, bis er schließlich via Kuba in die USA einreiste, wo er in New York und San FranciscoHakoah-Vereinegründeteund leitete.HugoGold (Hg.),Österreichische Juden inder Welt. Ein Bio-Bibliographisches Lexikon (Tel Aviv 1971) 46; ArthurBaar, Josua Torczyner. In: JosuaTorczyner, „‚Mörder‘ schrie ich Eichmann an“ (Tel Aviv 1975) I–IV. Enthalten in: Pierre GildesgameMaccabiSportsMuseum,RamatGan, Israel,MaccabiAustriaFiles, 4-01-006 [PDF- Dokument]; ÖStA, AdR, ZNsZ, Stiko Wien, Karton 568, 31-N 14: Funktionärsliste vom 25.8.​ 1938;DieNeueWelt,Nr. 288 (1933) 10;Bunzl,Hoppauf, 129.
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Sportfunktionäre und jüdische Differenz Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Titel
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Untertitel
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Autoren
Bernhard Hachleitner
Matthias Marschik
Georg Spitaler
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-055331-4
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
376
Kategorien
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