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Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
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Case Study: Das Beispiel Hakoah 293 terreich jedochdas vorläufige EndederHakoah-Sportvereine unddenVerlust der eigenenSportstätte imPrater. MitdemEinmarschHitlers inÖsterreichrichtetesichdienationalsozialisti- scheBrutalitätdirektgegendie jüdischeBevölkerungÖsterreichs.Dabeigeriet die Hakoah sofort ins Visier des nationalsozialistischenRegimes. ImRahmen vonVerhaftungswellenwurden (ehemalige) FunktionärederHakoahwieFritz Löhner-Beda,MaxSchiffmannundHansWeber festgenommen.150DieHakoah- SportlerInnenwurdenausden laufendenMeisterschaftenausgeschlossenund ihre Rekorde aus den Ergebnislisten gestrichen, da ihre weitere Teilnahme – wie bezugnehmend auf die Hakoah-Fußballmannschaft festgehaltenwurde – „derWürdedernationalsozialistischenSportler nicht entspreche.“151 Auf Anweisung der Staatspolizei wurde bereits drei Tage nach dem „An- schluss“,am15.März1938,dasgemeinsameKlubheimdesSportklubsHakoah, des Touristik- und Skiklubs Hakoah und des Schwimmklubs der Hakoah im CaféAtlashofgesperrtundkonntenichtmehrbetretenwerden.DasVereinsver- mögen dieser Hakoahvereinewurde beschlagnahmt undwar für die Funktio- närInnen fortanweder zugänglich noch einsehbar. Die Gestapo vermerkte in ihren Unterlagenmit der polizeilichen Sperre des Vereinslokals mit 15. März 1938 und der erfolgten Vermögenseinziehung die polizeiliche Auflösung des SportklubsHakoah.152 „Hakoahaufgelöst“ lautetedementsprechendauchderTitelderSportseite inder jüdischenWochenzeitschrift Selbstwehrvom17.März 1938, der nachfol- gende Artikel benannte die sportlichen Erfolge der Hakoah und die Unver- ständlichkeitder raschenAuflösungdesVereins.AuchüberdieAbsagebereits geplanter Veranstaltungenwie desHakoah-Schwimmfestes imDianabad, das fürAnfangApril 1938angesetzt gewesenwar, berichteteSelbstwehr: „HakoahWienhatte fürAnfangApril eingroßesSchwimm-Meetingproponiert, dasunter Teilnahmeder vielfachenWeltrekordlerinHveger und des schwedischenRekordmannes 150 John, Code, 138f.; Betz, Platzeröffnung, 163. Zu Schiffmann vgl. https://www.doew.at/ erinnern/fotos-und-dokumente/1938-1945/der-erste-dachau-transport-aus-wien-1-april-1938/ schiffmann-max (August 2017). 151 Betz, Platzeröffnung, 162f.;Bunzl,HakoahWien, 507;Bunzl,Hoppauf, 127f. ZumFußball siehe insb. Neues Wiener Abendblatt (16. 3. 1938) 6; NS Sport-Telegraf (20. 3. 1938) 4; Das KleineVolksblatt (29.4.​ 1938) 12f.;Marschik,Nutzen,89;Forster,Spitaler, Fußballmeister, 123. 152 ÖStA, AdR, ZNsZ, StikoWien, Karton 568, 31-N 6, 31-N 7, 31-N 9. Die Vereinsauflösung durchdieGestapozudiesemDatum(15.3.​ 1938) ist auch fürdenTouristik-undSkiklubHako- ah und den Fußballklub Hakoah dokumentiert. Ebenda, 31-N 7 und 31-N 8. Vgl. auch Betz, Platzeröffnung, 164f.
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Sportfunktionäre und jüdische Differenz Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Titel
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Untertitel
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Autoren
Bernhard Hachleitner
Matthias Marschik
Georg Spitaler
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-055331-4
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
376
Kategorien
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