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Resümee 325
Abb.71: Teamchef Meisl und Teamarzt Dr. Brichta arbeiten an der „Geburt“ neuer
Mannschaften (Illustriertes Sportblatt, 18. 8. 1923).
Konfliktlinie imSportbetriebderZwischenkriegszeit, jenezwischenArbeiterIn-
nensport und bürgerlichem Sport. Bemerkenswerterweise fielen die Nachrufe
auf Brichta aber nicht nur in sozialdemokratischen Zeitungen freundlich aus.
DieArbeiter-Zeitungschriebvoneinem„derältestenundverdienstvollstenPar-
teigenossenFloridsdorfs“, der „in allen Zweigender Partei, besonders aber in
der Jugend- undSportorganisation“ tätigmitgearbeitet habe, und verwies auf
dasBegräbnisaufdemisraelitischenFriedhof inFloridsdorf.26„Dr.Brichtawar
ein jederzeithilfsbereiterMensch,andemderFußballsportsehrvielverliert“,27
schriebDerMorgen und hob seine Arbeit als Vorstandsmitglied des ÖFB und
Gründungsmitglied des VAS hervor. Aber auch die Illustrierte Kronen-Zeitung
schrieb, dass Brichta „überall die größten Sympathien genoß“, und erwähnte
seine frühereMitgliedschaft in der Deutschen Rede- und Lesehalle in Prag.28
Aus diesen Elementen lässt sich ein Bild einesMannes zeichnen, der sich im
26 Arbeiter-Zeitung (7. 5. 1929) 4.
27 DerMorgen (6.5. 1929, 13).
28 Kronen-Zeitung (7. 5. 1929) 13.
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
- Titel
- Sportfunktionäre und jüdische Differenz
- Untertitel
- Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
- Autoren
- Bernhard Hachleitner
- Matthias Marschik
- Georg Spitaler
- Verlag
- De Gruyter Open Ltd
- Ort
- Berlin
- Datum
- 2019
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-11-055331-4
- Abmessungen
- 15.5 x 23.0 cm
- Seiten
- 376
- Kategorien
- Geschichte Nach 1918