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242 Judith Haberhauer, Florian Neuburg, Andrea Werdenigg
chen waren acht aktiv an der Veranstaltung beteiligt. Drei Interviews wurden
mit KommunalpolitikerInnen des Ortes und drei mit Eltern von am Fest teil-
nehmenden Kindern und Jugendlichen geführt.
12.2 Entstehung von Wagram Rulez
Seit 2011 ersetzt Wagram Rulez die bis dahin in Deutsch Wagram übliche
Jungbürgerfeier, zu der alle Jugendlichen zum Zeitpunkt ihrer Volljährigkeit
eingeladen worden waren. Entstanden ist Wagram Rulez auf Initiative der
zuständigen Stadträtin für Bildung & Jugend, weil in den Jahren vor Wagram
Rulez kaum mehr Beteiligung an diesen Jungbürgerfeiern verzeichnet wurde
und nur mehr „zwei, drei Leute gekommen“ (SR3_IP3) waren. Im Jahresbe-
richt von GOOSTAV wird die erste durchgeführte Veranstaltung folgender-
maßen beschrieben:
„2011 wurde in Zusammenarbeit mit der Gemeinde das größte Projekt in der Ge-
schichte von GOOSTAV umgesetzt: Wagram Rulez, ein partizipatives Fest, welches
für und von Jugendlichen gestaltet wurde. Jugendlichen und jungen Erwachsenen wur-
de die Möglichkeit gegeben, einem regionalen Publikum ihre Fähigkeiten und Talente
zu präsentieren und sich in jugendkulturellen Ausdrucksformen wie Graffiti, Beatbo-
xen oder Rappen auszuprobieren.“ (TENDER 2012, S. 18f.)
2013 waren laut dem Jugendgemeinderat ca. 150 TeilnehmerInnen, 2014
etwa 120 BesucherInnen des Festes zu verzeichnen. „Für 8.000 Einwohner,
die wir hätten, könnte es mehr sein. Es hätte sich mehr verdient.“ (SR3_IP5)
Die Jugendstadträtin von Deutsch Wagram lobt im Interview das Fest als
„ruhig“ und geordnet. Wagram Rulez sei pädagogisch korrekt, weil kein
harter Alkohol angeboten wird, integrativ und offen, lebe von einer vertrau-
enswürdigen Stimmung, sei laut, lustig, ohne gröbere Zwischenfälle. Sie
bezeichnet sich selber als Ideenspenderin für Wagram Rulez und brachte im
Interview auf den Punkt, dass dieses Event von der Aktivität der Jugendli-
chen lebt:
„Dieses Fest wird nicht mehr veranstaltet ab dem Moment, wo wir keine Jugendlichen
mehr finden, die mitmachen. Dann hätte es den Sinn verloren.“ (SR3_IP3)
12.3 Die Vorbereitung
Ein zentraler Grundsatz des Festes ist, dass die Jugendlichen selbst ihr Pro-
gramm gestalten. Die JugendarbeiterInnen motivieren in der Vorbereitungs-
phase Jugendliche, ihr Können zu zeigen. Dies zeigt sich als eine kontinuier-
liche Herausforderung in der Programmgestaltung, weil manche Jugendliche
umso unsicherer werden, je näher das Fest kommt. Mitunter führt das dazu,
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Buch Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse"
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
- Titel
- Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
- Untertitel
- Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
- Autor
- Hemma Mayrhofer
- Verlag
- Verlag Barbara Budrich
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-8474-1130-7
- Abmessungen
- 14.8 x 21.0 cm
- Seiten
- 378
- Schlagwörter
- Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
- Kategorie
- Geisteswissenschaften