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250 Judith Haberhauer, Florian Neuburg, Andrea Werdenigg
Es konnte nicht beobachtet werden, ob die Jugendlichen individuelles Feed-
back auf ihren Auftritt bekamen, hierzu gaben weder die Beobachtungen
beim Event noch bei der Nachbesprechung Aufschluss.
Selbstwirksamkeit realisieren
Die jugendlichen Workshop-AnbieterInnen sind gestaltender Teil der Veran-
staltung, das Programm wird maßgeblich durch sie bestimmt; sie sind aktiv in
das Geschehen eingebunden, fühlen sich ernst genommen, da sie anderen
Leuten eigene Fähigkeiten beibringen können. Dieser „Push fürs Ego“, wie
es ein Jugendlicher im Interview bezeichnet (SR3_IP4), entsteht durch das
Einbringen eigener Ideen und die Möglichkeit, sich und die eigenen Leistun-
gen und Kompetenzen zu präsentieren. Im Gespräch brachte ein anderer
Jugendlicher, der auf seinen Auftritt wartete, zum Ausdruck, dass er stolz auf
seinen Auftritt sei, dass er seinen Freunden darbieten möchte, was er kann.
Das könnte er natürlich auch zu Hause im Wohnzimmer, durch die Darbie-
tung auf einer Bühne vor größerem Publikum erfährt die eigene Kompetenz
aber offenbar mehr Anerkennung.
Das Publikum: Motivation zum Besuch des Festes
Das Fest richtet sich mit seinem Programm zwar primär an die Jugendlichen
als Zielgruppe, eingeladen sind aber grundsätzlich alle Personen, die kommen
wollen. Unter den BesucherInnen befinden sich neben Jugendlichen auch
Kinder, Eltern, politische VertreterInnen der Gemeinde, andere Dorfbewoh-
nerInnen, die JugendarbeiterInnen und Bekannte von ihnen. Seitens der
Stadträtin wird die Wichtigkeit eines „Festes für alle“ betont.
Auch eine passive bzw. „konsumierende“ Teilnahme macht Spass und
bietet Lerneffekte aus der Nutzung von Workshopangeboten. Hierfür erweist
sich die Breite des Programms als förderlich. Ein jugendlicher Festteilnehmer
resümiert das konkrete Angebot im Interview als attraktiv,
„(…) weil's eine große Bandbreite gibt. Man hat Workshops, wo man sich austoben
kann, kreative Sachen wie Graffiti Workshop, (…). Auch diese Kangaroo Jumps die
jetzt zum zweiten Mal dabei sind, das Bungee Running, was sehr lustig, sehr lässig ist.
Von dem war ich letztes Jahr schon sehr begeistert. Es sind heuer neue Kartentricks,
Wutzler. (…) Es ist eine schöne Bandbreite, wo man (…) herkommen kann und einen
schönen, gemütlichen Abend haben kann. Diese Atmosphäre war immer was ange-
nehmes, also dass das nicht irgendwie ein Konkurrenzkampf war, sondern ein gemütli-
ches Nebeneinander von verschiedenen Aktivitäten, Künstlern. Das kann man mitneh-
men.“ (SR3_IP5)
Die einzelnen Angebote können den BesucherInnen der Veranstaltung einen
direkten Benefit bringen, wie beispielsweise eine beim Alk-Parkour mitarbei-
tende Person konstatierte:
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Buch Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse"
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
- Titel
- Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
- Untertitel
- Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
- Autor
- Hemma Mayrhofer
- Verlag
- Verlag Barbara Budrich
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-8474-1130-7
- Abmessungen
- 14.8 x 21.0 cm
- Seiten
- 378
- Schlagwörter
- Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
- Kategorie
- Geisteswissenschaften