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254 Judith Haberhauer, Florian Neuburg, Andrea Werdenigg
nahe“ zu repräsentieren. Eine Gemeindevertreterin bringt zum Ausdruck,
dass es für die Gemeinde
„(…) wichtig ist, dass man diesen jungen Leuten eine Wertschätzung entgegen bringt,
dass man sagt, es ist wichtig, dass es euch gibt. Das zeigen wir damit, dass wir dieses
Fest ins Leben gerufen haben. Andererseits ist es uns auch wichtig, mit den Jugendli-
chen in Kontakt zu kommen, der Bürgermeister war auch da vor Ort, hat Tischfußball
gespielt, das heißt, es gibt hier die Möglichkeit für die Jugendlichen, mit den Gemein-
deverantwortlichen Kontakt aufzunehmen und auch zu äußern, was ihre Bedürfnisse
sind oder wo sie sich vielleicht Veränderungen wünschen würden. Das ist auch für eine
Gemeinde sehr wichtig. Die jungen Leute sind ja die zukünftigen Bürger der Stadt und
als solches ein wichtiger Teil und ich glaub, mit diesem Fest zeigen wir, dass sie uns
wichtig ist.“ (SR3_IP3)
Einer der aktiven Jugendlichen beschreibt die Begegnungsmöglichkeit mit
der Gemeindevertretung durch das Fest aus seiner Perspektive:
„Für mich ist das ein Zeichen für die Gemeinde, die Jugendlichen strengen sich an, die
wollen zeigen, dass sie was Soziales, was Normales machen können, die können zu-
sammen ein Fest organisieren (…), dass sie sehen, es gibt doch Jugendliche, die sich
wirklich engagieren und gerne etwas zeigen, die sich entfalten wollen, dass es eine ak-
tive Jugend gibt, nicht nur, dass die dauernd zu Hause sitzen. Dass die Gemeinde sagen
kann, wir haben aktive Jugendliche, die machen Feste, die machen zusammen Ausflü-
ge, da gibt es viele soziale Sachen. (…) so kommt man mit dem Reden näher, man
kommt in Kontakt, man merkt als Erwachsener, der ist zwar jung, aber der hat Ahnung
schon oder der Jugendliche merkt, mit dem kann man ja doch reden. Und deswegen
glaube ich, ist das Fest eine schöne Zusammenkunft für die Gemeinde, für Jugendli-
che, um einfach den Kontakt miteinander zu stärken und zu verbessern.“ (SR3_IP13)
Zur Aufgabe und Rolle der mobilen Jugendarbeit am Fest und
darüber hinaus
In der Vorbereitung zum Fest kam GOOSTAV die Vermittlungsrolle zwi-
schen Gemeinde und Jugendlichen zu:
„(…) weil leider Gottes wird man ja nicht immer ernst genommen als 14 Jähriger,
wenn einer sagt, machen wir einen Bungee Run, … aber mit ein bisschen Nachdruck
von einer der Streetworkerinnen hat es Idee und Form gekriegt und dann hat es gehei-
ßen, budgetmäßig würd es sich ausgehen. Diese Aufgabe, diese Vermittlungsrolle ist
sehr wichtig.“ (SR3_IP13)
Während des Festes übernehmen die GOOSTAV MitarbeiterInnen eine Auf-
sichtsposition und stellen sicher, dass alles in Ordnung ist. Sie haben alles im
Blick, springen ein, wenn Bedarf an Hilfe besteht, kompensieren kurzfristige
Ausfälle der Jugendlichen und improvisieren Lösungen wenn notwendig.
Beispiele dafür sind Ausfälle beim geplanten Programm, konkret zwei Acts
von Jugendlichen und einer erwachsenen Person, die den Graffiti-Workshop
hätte anbieten sollen, hier sorgen die JugendarbeiterInnen für Ersatz. Darüber
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Buch Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse"
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
- Titel
- Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
- Untertitel
- Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
- Autor
- Hemma Mayrhofer
- Verlag
- Verlag Barbara Budrich
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-8474-1130-7
- Abmessungen
- 14.8 x 21.0 cm
- Seiten
- 378
- Schlagwörter
- Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
- Kategorie
- Geisteswissenschaften