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258 Judith Haberhauer, Florian Neuburg, Andrea Werdenigg
sind und eines für Ideen für nächstes Jahr. Alle drei Flip Charts sollen ge-
meinsam gefüllt werden, begonnen wurde mit der Auflistung der Positiva.
Dinge, die gut gelaufen sind
Aus dem Beobachtungsprotokoll (SR3_BP4) geht hervor, dass sich bei den
positiven Aspekten ein männlicher Jugendlicher sehr stark einbringt. Er the-
matisiert, dass die Angebote genutzt wurden, er die Moderation und den
zeitlichen Ablauf gut fand, auch der Fotograf wurde von ihm positiv erwähnt.
Als gelungen hob er weiter den Bungee-Run und auch die gegenüber dem
Vorjahr verbesserte Technik hervor. Der DJ, die Location und das Publikum
erhielten ebenfalls Lob von ihm. Er übernahm quasi die Moderation, bean-
spruchte viel Redezeit. Im Großen und Ganzen wurden die positiven Punkte
von diesem Jugendlichen und dem Leiter von GOOSTAV eingebracht. Nur
eine Jugendliche meldete sich noch zu Wort, ihr hatte der Graffiti Workshop
gut gefallen, auch das Bungee Run sei gemäß den teilnehmenden Jugendli-
chen besonders erfolgreich gewesen.
Zwei weibliche Jugendliche standen während der Sammlung der positi-
ven Aspekte auf und verließen die Einrichtung. Keine/r der MitarbeiterInnen
fragte nach, weshalb sie gehen, oder sagte, dass sie bleiben sollen. Es wurde
humorvoll damit umgegangen, eine Mitarbeiterin meinte scherzhaft, dass dies
wohl ein Zeichen dafür sei, dass alles so gut laufe und sie nichts zu ergänzen
haben. Drei weitere anwesende Mädchen beteiligten sich nicht an der Samm-
lung und wirkten von einem Handy sehr abgelenkt. Auch die Gemeindemit-
arbeiterInnen sagten zu den positiven Aspekten nichts. Insgesamt gab es
offenbar geringe Motivation, sich einzubringen.
Nicht so gut gelaufen – dezente Kritik
Der Leiter thematisiert auf eine diesbezügliche Nachfrage, dass die Unter-
stützung der Jugendlichen beim Abbau besser sein hätte können, bringt dies
aber mit einem Scherz vor und nachdem sich ein Jugendlicher rechtfertigt,
betont er, dass es sich dabei nicht um einen Vorwurf handelte, dass alles okay
sei, er es nur anmerken wollte.
Als sich eine Jugendliche beschwert, dass ihre Playlist vom DJ nicht
planmäßig abgespielt wurde, drückt der Leiter sein Verständnis für ihren
Ärger aus und ergänzt, dass es auch seine playlist betroffen habe, dass der
USB-Stick kaputt gewesen sei. Bei der Essensausgabe habe es ein Missver-
ständnis gegeben, deshalb hätte es kein Wechselgeld gegeben, dies sei aber
rasch behoben worden. An weiteren Kritikpunkte werden von GOOSTAV-
MitarbeiterInnen die kurzfristigen Absagen der beiden Bands und der ur-
sprünglichen Anbieterin des Graffiti Workshops thematisiert sowie dass
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Buch Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse"
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
- Titel
- Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
- Untertitel
- Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
- Autor
- Hemma Mayrhofer
- Verlag
- Verlag Barbara Budrich
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-8474-1130-7
- Abmessungen
- 14.8 x 21.0 cm
- Seiten
- 378
- Schlagwörter
- Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
- Kategorie
- Geisteswissenschaften