Seite - 265 - in Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Bild der Seite - 265 -
Text der Seite - 265 -
Konfliktfeld ‚Soccerplatz‘: Interessensvermittlung 265
den die Versammlungen angesetzt, um alle Parteien rund um den Platz zu
Wort kommen zu lassen (ebd.). Beide durchgeführten Veranstaltungen fan-
den im für verschiedene Anlässe genutzten „Haus der Begegnung“ der Ge-
meinde statt, welches sich in direkter Nachbarschaft zum Sportplatz befindet.
Die mobile Jugendarbeit stellte in Absprache mit der Gemeinde den Kon-
takt zu den Jugendlichen des Soccerplatzes her und bereitete diese auch auf
ihre Teilnahme an der BürgerInnenversammlung vor (vgl. ebd.: S. 11/Z4).
Auf Nachfrage des Forschungsteams berichteten die JugendarbeiterInnen,
dass die Jugendlichen vorab damit vertraut gemacht wurden, was in der Be-
gegnung möglicherweise auf sie zukommen könnte. Sie erhielten auch Rat-
schläge, wie sie mit Konflikten und Anfeindungen beim Treffen konstruktiv
umgehen könnten. Bei den Versammlungen selbst war den JugendarbeiterIn-
nen die Rolle zugedacht, die Wünsche und Standpunkte der Jugendlichen aus
einer professionellen Perspektive heraus zu unterstützen.
Die bei den Versammlungen anwesenden AnrainerInnen des Platzes wa-
ren in der Mehrheit ältere Personen, der überwiegende Teil befand sich ver-
mutlich im Pensionsalter. Außerdem war eine wechselnde Anzahl von Ju-
gendlichen anwesend, jeweils mehrere MitarbeiterInnen der mobilen Jugend-
arbeit inklusive deren Leitung. Von Gemeindeseite nahmen der Bürgermeis-
ter, der Vizebürgermeister und die zuständigen GemeinderätInnen am Treffen
teil. Die Moderation der Versammlungen erfolgte durch den Bürgermeister,
der beide Versammlungen auch einberufen hatte.
13.2 Die erste BürgerInnen-Versammlung
Die Versammlung begann kurz nach 19 Uhr, anwesend waren 25 Personen:
der Bürgermeister, der Vizebürgermeister, drei JugendarbeiterInnen, fünf
Jugendliche und vierzehn erwachsene Personen, in der Mehrheit AnrainerIn-
nen. Im Laufe der Versammlung kam noch ein Jugendlicher hinzu. Die Ju-
gendlichen waren etwa 15 bis 19 Jahre alt, es fand sich nur ein Mädchen
unter ihnen. Im Saal waren acht Stuhlreihen zu jeweils sechs Stühlen aufge-
stellt, diese Anordnung füllte den Raum zirka zur Hälfte aus. Vor den Stuhl-
reihen war ein Tisch platziert, an dem der Bürgermeister und der Vizebür-
germeister Platz nahmen. Die AnrainerInnen, etwa gleich viele Frauen wie
Männer, hatten in den vorderen Sitzreihen Platz genommen, auch zwei Ge-
meinderätInnen hatten sich dort platziert. Die Jugendlichen saßen in den
hinteren Reihen, zu beiden Seiten von den JugendarbeiterInnen ‚eingerahmt‘.
Nach der offiziellen Begrüßung der Anwesenden und einem kurzen Prob-
lemaufriss durch den Bürgermeister wurde das Wort an die Einrichtungslei-
tung der mobile Jugendarbeit weitergegeben. Darauf folgend stellten sich alle
JugendarbeiterInnen den VersammlungsteilnehmerInnen einzeln vor. Dabei
zurück zum
Buch Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse"
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
- Titel
- Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
- Untertitel
- Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
- Autor
- Hemma Mayrhofer
- Verlag
- Verlag Barbara Budrich
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-8474-1130-7
- Abmessungen
- 14.8 x 21.0 cm
- Seiten
- 378
- Schlagwörter
- Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
- Kategorie
- Geisteswissenschaften