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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
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Konfliktfeld ‚Soccerplatz‘: Interessensvermittlung 267 Öffnungszeiten des Soccerplatzes während der Sommermonate wäre für sie deshalb wünschenswert. Die Jugendlichen machten darüber hinaus Vorschlä- ge, wie die Lärmkulisse am Sportplatz durch bauliche Maßnahmen reduziert werden könnte (Dämpfung der Banden). Es ist davon auszugehen, dass dieses um Verständnis und Deeskalation bemühte Agieren der Jugendlichen von der Vorbereitung auf die Versammlung durch die JugendarbeiterInnen mit beein- flusst war. Jedenfalls hätte ihr besonnenes Verhalten in der Analyse eher überrascht, wäre nicht Vorwissen um diese Vorbereitung (s.o.) mit einbezo- gen worden. Der Wunsch der AnrainerInnen nach erhöhter Kontrolle der Situation am Sportplatz richtete sich im Laufe der Versammlung auch an die mobile Ju- gendarbeit. Mehrfach wurde deren Sinnhaftigkeit insgesamt angezweifelt. Eine Anrainerin machte den Vorschlag, die mobile Jugendarbeit einzusparen und mit dem Geld jemanden zu bezahlen, der für die Kontrolle der Schließ- zeiten am Sportplatz sorgen könnte. Allerdings widersprach diesem Ansinnen ein anderer Anrainer, der darauf verwies, dass solch eine Kontrollperson die Jugendlichen nicht bei Problemen unterstützen würde, etwa bei einer Sucht- problematik. Obwohl also unter den AnrainerInnen eine ablehnende Haltung den Jugendlichen und teilweise auch der mobilen Jugendarbeit gegenüber überwog, machte die Veranstaltung auch Differenzen zwischen ihren Ansich- ten und Wünschen sichtbar. Die JugendarbeiterInnen mussten in Folge der an sie adressierten Kon- trollaufträge mehrfach ihre Arbeitsweise erklären und auch darauf verweisen, dass sie nur fünf Stunden in der Woche in der Gemeinde anwesend sind und somit auch aus diesem Grund kaum solch einem Auftrag nachkommen könn- ten. Sie brachten nachfolgend einen Kompromissvorschlag ein, nämlich (zu- nächst noch) keine fixe Einführung von erweiterten Öffnungszeiten, sondern eine mehrwöchige Probephase zu beschließen. Dadurch sollte allen Beteilig- ten eine realistische Einschätzung möglich sein, ob sich die zusätzliche Öff- nungsstunde des Soccerplatzes tatsächlich als Problem erweisen würde oder nicht. Mit dieser Strategie, welche die Vorläufigkeit der Lösung betont und auch die Möglichkeit ihrer Änderung explizit ausweist, wird es Konfliktpar- teien üblicherweise erleichtert, sich auf das Risiko einer Lösung einzulassen. Im beobachteten Agieren der JugendarbeiterInnen wird ihre professionelle Rolle in der Konfliktbearbeitung und ihr Knowhow in der Deeskalation und Lösung von Konflikten erkennbar: Sie lassen sich zunächst nicht durch Vor- würfe und fundamentale Infragestellung ihrer Tätigkeit durch die Anraine- rInnen provozieren und bemühen sich um Verständnis für die eigene Ar- beitsweise. Weiters bringen sie Lösungsperspektiven ein, die auch für die skeptischen AnrainerInnen ausreichend annehmbar sein könnten. Von den anwesenden Jugendlichen sprachen sich einige dezidiert für die- sen Kompromissvorschlag aus, niemand äußerte sich dagegen. Die große
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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Titel
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Untertitel
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Autor
Hemma Mayrhofer
Verlag
Verlag Barbara Budrich
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-8474-1130-7
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
378
Schlagwörter
Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
Kategorie
Geisteswissenschaften
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