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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
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278 Andrea Werdenigg, Hemma Mayrhofer Jugendarbeit mittels Vernetzungskarte erhoben werden. Während des Inter- views lag die Karte (s.u.) auf dem Tisch und wurde von den Teammitgliedern befüllt. Diese Methode wird in erster Linie für die Erhebung egozentrierter Netzwerke eingesetzt (vgl. Hollstein/Pfeffer 2009, S. 1). Durch die unmittel- bare Visualisierung der Kontakte haben die befragten Personen ein Bild vor Augen, die Karte kann als kognitive Unterstützung dienen, durch die sich die Erzählung über die Beziehungen stimulieren lässt (vgl. Straus 2010, S. 533). Es ist zugleich sichtbar, welche Kontakte bereits erwähnt wurden, die Inter- viewteilnehmerInnen können auch Korrekturen vornehmen. Im Rahmen eines solchen Gruppeninterviews entsteht zumeist ein interaktiver Prozess, bei dem sich die beteiligten Personen wechselseitig ergänzen und korrigieren können. In der Literatur wird zwischen drei Arten von Netzwerkkarten unterschie- den: unstrukturierte Netzwerkkarten, strukturierte, aber unstandardisierte Netzwerkkarten sowie strukturierte und standardisierte Netzwerkkarten. In der vorliegenden Studie wurde der Mittelweg gewählt: Strukturierte, aber unstandardisierte Karten sind „(…) im Gegensatz zu unstrukturierten Instrumenten (…) durch zusätzliche Stilele- mente strukturiert, ohne jedoch die Anwendung der Stilelemente im Detail zu standar- disieren, wie dies bei den strukturierten und standardisierten Instrumenten der Fall ist“ (Hollstein/Pfeffer 2009, S. 5). Auf den verwendeten Karten waren konzentrische Kreise abgebildet (siehe Abbildung 43 unten), um Angaben über subjektiv wahrgenommene Nähe- und Distanzverhältnisse leichter einordnen zu können. Was diese Nähe aus- macht, wurde nicht genauer definiert, sondern als offene Frage an die Inter- viewpartnerInnen gestellt. Ob es etwa um die Häufigkeit des Kontakts, um dessen Regelmäßigkeit oder Wichtigkeit geht, wurde den befragten Teams überlassen zu entscheiden. Auf der Karte waren keine Sektoren vorgegeben, in die die interviewten Personen die genannten Kontakte einordnen sollten (wie z.B. Behörden, andere Jugendeinrichtungen, Exekutivorgane etc.). Da- mit sollte im Sinne einer qualitativen, offenen Vorgehensweise auch mit erhoben werden, welche Personen(-gruppen) von den Teams selbst ohne Vorgabe genannt und in welche Ordnung sie zueinander gebracht werden.
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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Titel
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Untertitel
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Autor
Hemma Mayrhofer
Verlag
Verlag Barbara Budrich
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-8474-1130-7
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
378
Schlagwörter
Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
Kategorie
Geisteswissenschaften
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