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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
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282 Andrea Werdenigg, Hemma Mayrhofer 2014 geführte Netzwerk-Interview mit dem BoS 16/17-Team sowie mit ei- nem Vertreter der Polizei, der ebenfalls in das Forum eingebunden ist und in regelmäßigem Kontakt zur Einrichtung steht. All diese erhobenen Daten machen die Netzwerkbildungen auf institutioneller Ebene als wichtige Grundlage für verschiedenste Interventionen und Wirkmöglichkeiten mobiler Jugendarbeit sichtbar: Dadurch lassen sich zusätzliche Ressourcen und Hand- lungsoptionen erschließen sowie neue Lösungsmöglichkeiten auftun. Gene- rell zeigen sich Vernetzungen auf Orts- bzw. Bezirksebene aufgrund der regionalen Arbeitsweise der mobilen Jugendarbeit als besonders wichtig, wie bereits die Erhebungen zur Identifikation von Wirkungsdimensionen und -indikatoren (vgl. Kap. 3 bzw. Anhang 1) sichtbar werden ließen. Kontakt- netzwerke zu verschiedenen Institutionen (z.B. Behörden, Polizei, Politik, Schule, AnrainerInnen, Kirchen, Gewerbetreibende, öffentliche Verkehrsbe- triebe etc.) eröffnen Wissen übereinander und Zugänge zueinander. Der Kon- takt zu konkreten Ansprechpersonen in den jeweiligen Institutionen lässt sich im Bedarfsfall, etwa bei Konflikte oder Krisen, aber auch wenn bestimmte Ressourcen erschlossen werden sollen, unbürokratisch im Sinne ‚informeller Shortcuts‘ aktivieren. 14.4 Resümee zum methodischen Ansatz und den erzielbaren Erkenntnissen Von einer strukturalen oder formalen Netzwerkanalyse im engeren Sinne wird in der Regel erst dann gesprochen, wenn auch quantifizierbare Aussagen über die Verbindungen der Alteri innerhalb des Netzwerks getätigt werden können. Da in der gegenständlichen Studie die quantitativen relationalen Komponenten nicht erhoben werden konnten, ist im vorliegenden Fall die Bezeichnung als qualitative Netzwerkforschung zutreffender. Um valide quantitative Aussagen über die Netzwerkstrukturen, in die die Teams mobiler Jugendarbeit eingebettet sind, zu treffen, wäre ein aufwendiges Forschungs- design notwendig, das im Rahmen dieser Studie nicht realisiert werden konn- te. Möglicherweise ließen sich mit referentiellen Erhebungen größeren Um- fangs, bei der die von den Teams genannten relevanten Personen bzw. Insti- tutionen im gleichen Verfahren konkret über ihre Beziehungen und die Ein- bettung in ein Netzwerk gefragt werden und zugleich weitere Schlüsselperso- nen benennen, die benötigten Daten generieren. Hierfür wäre vermutlich ein stärker standardisiertes Vorgehen als es in dieser Studie zum Einsatz kam, von Vorteil. Bei einem solchen Vorgehen läuft man allerdings Gefahr, we- sentliche Inhalte bzw. subjektive Wahrnehmungen zu verlieren oder nicht erfassen zu können. Ein solches oder ähnliches Verfahren hochwertig und mit Augenmerk auf wesentliche Beziehungsinhalte durchzuführen, also mit qua- litativen Daten zu koppeln, verlangt zudem erhebliche Ressourcen und be-
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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Titel
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Untertitel
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Autor
Hemma Mayrhofer
Verlag
Verlag Barbara Budrich
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-8474-1130-7
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
378
Schlagwörter
Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
Kategorie
Geisteswissenschaften
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