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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
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Wirkungsevaluation anhand von Daten des Sicherheitsmonitors 305 15.4 Ergebnisse Die unter Kapitel „Modellschätzung“ vorgestellten Modelle wurden sowohl für die gemeinsame Entwicklung aller fünf Deliktgruppen als auch getrennt für die unterschiedlichen Deliktgruppen berechnet. Dies ermöglicht eine detaillierte Analyse, ob insgesamt eine Veränderung der Deliktzahlen in den Einsatzzeiten der mobilen Jugendarbeit festgestellt werden kann bzw. ob sich diese Entwicklungen in den Deliktgruppen unterscheiden. Die Zuordnung der Delikte in die Deliktgruppen kann Tabelle 9 entnommen werden. Zunächst wird auf die Ergebnisse der gemeinsamen Entwicklung aller fünf Deliktgrup- pen eingegangen. Ergebnisse über alle Deliktgruppen Tabelle 11 fasst in der Zeile „Alle Delikte“ die auf Basis von fixed-effects (FE) Modellen für Paneldaten ermittelten Regressionskoeffizienten für die gemeinsame Entwicklung aller fünf Deliktgruppen zusammen. Diese Tabelle enthält sowohl für die Kernregionen als auch für die erweiterten Regionen die Ergebnisse der oben beschriebenen vier Modelle. Der tatsächliche (kausale) Effekt des Einsatzes der mobilen Jugendarbeit auf die Deliktzahlen wird durch die Koeffizienten bei der Variable „Einsatz MJA“ angegeben. Das wichtigste Ergebnis ist, dass in allen vier Modellen die Vorzeichen der Koeffizienten für die Intervention negativ sind (vgl. Ta- belle 11). Das bedeutet, dass in den Zeiträumen, in denen Interventionen durch die mobile Jugendarbeit stattfanden, in allen Modellen ein Rückgang der Deliktzahlen mit jugendlichen Tatverdächtigen in den Einsatzregionen – im Vergleich mit den Regionen ohne Einsatz der mobilen Jugendarbeit – festgestellt werden kann. Bei der Interpretation der Ergebnisse muss jedoch beachtet werden, dass für den festgestellten Rückgang auch andere Ursachen, die in den untersuchten Regionen, gleichzeitig mit der Tätigkeit der offenen Jugendarbeit stattfanden, und in den Regressionsmodellen nicht berücksich- tigt werden konnten, verantwortlich sein könnten. Die Koeffizienten beim Einsatz der mobilen Jugendarbeit liegen in den erweiterten Regionen zwischen –0,54 (s. Spalte „Modell 4“) und –1,90 (vgl. Modell 3). Dies bedeutet, dass im Durchschnitt in jenen Quartalen, in denen Interventionen erfolgten, um bis zu zwei Delikte – im Vergleich mit jenen Quartalen ohne Intervention – weniger begangen wurden. Dies mag auf den ersten Blick gering erscheinen. Wird jedoch der Umstand berücksichtigt, dass in den Regionen durchschnittlich rund 9 Delikte je Quartal erfasst wurden, ist dies als eine Reduktion der Delikte um bis zu rund 20% zu deuten. Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass diese Reduktion in den erweiterten Regionen auf einem 5%igen, kritischen Signifikanzniveau, nicht abgesichert
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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Titel
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Untertitel
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Autor
Hemma Mayrhofer
Verlag
Verlag Barbara Budrich
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-8474-1130-7
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
378
Schlagwörter
Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
Kategorie
Geisteswissenschaften
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