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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
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Wirkungsevaluation anhand von Daten des Sicherheitsmonitors 307 Werden nur die Delikte in den Kernregionen berücksichtigt, dann kann in allen Modellen außer im Modell 4 ein statistisch gesicherter Nachweis über die Reduktion der Delikte erbracht werden. Diese liegt zwischen -0,65 und - 1,30 Delikte bzw. -43% und -85%. Wie oben beschrieben, berücksichtigt Modell 4 zusätzlich zu den im Mo- dell 3 enthaltenen Variablen die Einsatzdauer der mobilen Jugendarbeit. Da hier sowohl in den erweiterten Regionen als auch in den Kernregionen nega- tive Koeffizienten vorliegen, (-0,11 bzw. -0,05) deutet dies einen leichten Rückgang der Deliktzahlen an, je länger der Einsatz der mobilen Jugendar- beit dauert. Dieses Ergebnis legt den Schluss nahe, dass sich die Wirkung der mobilen Jugendarbeit mit anhaltender Einsatzdauer erhöht. Allerdings fällt dieser Effekt gering aus und ist weder in den Kernregionen noch in den er- weiterten Regionen statistisch abgesichert. Detailergebnisse zu den einzelnen Deliktgruppen Körperverletzung: Sämtliche Modelle, die für diese Deliktgruppe berechnet wurden, weisen beim Einsatz der mobilen Jugendarbeit negative Koeffizien- ten auf (vgl. Tabelle 11). Somit konnte ein Rückgang der Körperverletzungen während der Einsatzzeiten festgestellt werden. In den erweiterten Regionen liegen die Koeffizienten zwischen -1,14 (Modell 2) und -1,22 (Modell 3) bzw. bei -0,55 im Modell 4 mit einer Berücksichtigung der Einsatzdauer. Dieser Rückgang ist bei den Modellen 1 bis 3 bei einem 5%igen kritischen Signifikanzniveau abgesichert. Bei den Körperverletzungen geht eine längere Einsatzdauer der mobilen Jugendarbeit mit einem signifikanten Rückgang der Körperverletzungen einher. Dieser Effekt ist auch in den Kernregionen signi- fikant. In den weiteren Modellen 1 bis 3 innerhalb der Kernregionen wäre der Rückgang der Körverletzungen jedoch nur bei einem 10%igen kritischen Signifikanzniveau statisch abgesichert. Somit konnte in den erweiterten Regionen in den Einsatzzeiträumen der mobilen Jugendarbeit – bei einem großzügiger definierten kritischem Signifi- kanzniveau – eine signifikante Reduktion der Körperverletzungen festgestellt werden. Sachbeschädigungen: Bei den Sachbeschädigungen wird in allen Model- len sowohl in den Kern- als auch in den erweiterten Wirkungsregionen wäh- rend der Einsatzzeiten der mobilen Jugendarbeit ein Rückgang ausgewiesen. Allerdings ist dieser Rückgang nur bei einem 10%igen kritischen Signifi- kanzniveau als signifikant einzustufen. Eine Ausnahme bilden lediglich die Ergebnisse des Modells 4: Hier sind die Ergebnisse hoch insignifikant und daher auch bei einem 10%igen kritischen Signifikanzniveau als nicht nach- weisbar einzustufen.
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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Titel
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Untertitel
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Autor
Hemma Mayrhofer
Verlag
Verlag Barbara Budrich
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-8474-1130-7
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
378
Schlagwörter
Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
Kategorie
Geisteswissenschaften
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