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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
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320 Hemma Mayrhofer als Basis für unterschiedliche Wirkungsmöglichkeiten betrachtet werden können. Die zunehmende Dauer des Kontaktes zeigt sich bei vielen Wir- kaspekten als wirkungsverstärkender Faktor, dies wird insbesondere in den Fragebogenergebnissen sichtbar, deutet sich teilweise aber auch in den anderen methodischen Zugängen, etwa in den Auswertungen der Si- cherheitsmonitor-Daten, an. • Die PraxispartnerInnen weisen im Wissenstransfer-Workshop darauf hin, dass neue Kontakte von den JugendarbeiterInnen nicht in jedem Outreach, sondern nur dann aktiv angestrebt werden, wenn auch die Res- sourcen zur Verfügung stehen, diese Kontakte danach „abzuarbeiten“, d.h. wenn sie ausreichend Zeitkapazität sehen, sich mit den Jugendlichen gegebenenfalls beschäftigen zu können: Qualität vor Quantität. Umge- kehrt gilt aber auch, so eine aus den Forschungsdaten abgeleitete Er- kenntnis, dass quantitative Inanspruchnahme der Angebote als einer von mehreren Erfolgsfaktoren zu betrachten ist. Ausbleibende oder nachlas- sende Nachfrage muss daraufhin reflektiert werden, inwieweit das An- gebot noch ausreichend relevant und interessant für die Jugendlichen ist und wie es gegebenenfalls wieder anschlussfähiger gestaltet werden kann. • Durch die Tätigkeiten der mobilen Jugendarbeit kommt es zu deutlichen Verbesserungen der Freizeitmöglichkeiten Jugendlicher und der hierfür notwendigen Ressourcen in den betreffenden Regionen. Dies lassen so- wohl die standardisierten Befragungen aktueller NutzerInnen, die le- bensgeschichtlichen Interviews mit ehemaligen Jugendlichen als auch die sozialräumlichen Fallstudien erkennen. Durch diese Ressourcen und die angebotenen Betätigungsmöglichkeiten eröffnen sich den Jugendli- chen auch Chancen, neue Fähigkeiten an sich zu entdecken bzw. solche weiterzuentwickeln. Manchmal bietet sich dabei die Gelegenheit, Selbstwirksamkeit zu erfahren, etwa durch Tätigkeiten bzw. Auftritte bei Veranstaltungen (vgl. Fallstudie „Wagram Rulez“), durch Moderation einer Fernsehsendung (vgl. Fallstudie „Roxane“) oder durch Eröffnung eines zuvor gemeinsam renovierten Jugendtreffs (vgl. Fallstudie „Jo- hann“), um nur einige Beispiele zu nennen. Auch kreative Raumaneig- nungen durch die Jugendlichen mit Unterstützung der mobilen Jugendar- beit ließen sich beobachten (vgl. u.a. Fallstudie „Jugendspielplatz“). • Insbesondere die biografischen Fallstudien zu zwei ehemaligen Nutze- rInnen ermöglichen tiefergehende Einblicke, welch fördernde Impulse von den Beziehungen zu und Auseinandersetzungen mit den Jugendar- beiterInnen auf die Persönlichkeitsentwicklung insgesamt ausgehen kön- nen. So lassen die rekonstruktiven Analysen zur Lebenserzählung von „Johann“ erkennen, in welcher Weise dadurch das Reflexionsvermögen weiterentwickelt und zu einem sich diversifizierenden Rollenhandeln sowie zur Kompetenz beigetragen werden konnte, unterschiedliche
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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Titel
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Untertitel
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Autor
Hemma Mayrhofer
Verlag
Verlag Barbara Budrich
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-8474-1130-7
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
378
Schlagwörter
Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
Kategorie
Geisteswissenschaften
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