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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
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Zusammenfassung und Gesamtreflexion der Wirkungserkenntnisse 321 Sichtweisen einzunehmen und die Folgen eigener Handlungen für andere Personen zu berücksichtigen. Mehrfach wird in dieser Lebensentwick- lung sichtbar, wie über die durch mobile Jugendarbeit möglich geworde- nen Erfahrungen ein positiverer Selbstbezug entwickelt werden konnte. Auch die Ergebnisse der standardisierten Befragung aktueller NutzerIn- nen deuten in mehreren Dimensionen solche Wirkungen an, etwa hin- sichtlich eines auf Verständigung orientierten Konfliktverhaltens (s.u.). • Die JugendarbeiterInnen vermögen es gemäß den empirischen Erkennt- nissen in beachtlichem Ausmaß, durch ihre Vorbildwirkung nichtdiskri- minierende Einstellungen etwa in den Dimensionen „Gender“ und „Na- tionalität/Ethnizität“, in etwas geringerem Umfang auch in der Dimensi- on „sexuelle Orientierungen“ bei den Jugendlichen zu fördern oder zu- mindest in gewissem Ausmaß zu einer Reduktion diskriminierender Ein- stellungen beizutragen. Die Selbsteinschätzungen der Jugendlichen deu- ten auf beachtliche Wirkungen hin, auch wenn dies den Jugendarbeite- rInnen zufolge im tatsächlichen Verhalten der Jugendlichen oft (noch) wenig sichtbar wird (darauf weisen die Diskussionen der Ergebnisse in den Wissenstransfer-Workshops hin). Es bleibt das Ergebnis festzuhal- ten, dass die diversitätssensiblen Verhaltensweisen der JugendarbeiterIn- nen von den Jugendlichen ganz klar wahrgenommen werden und auch die eigenen Wahrnehmungen zumindest irritieren dürften. Die zuneh- mende Dauer des Kontakts steht im positiven Zusammenhang hiermit, wie die multivariaten Analysen statistisch belegen. Die Erkenntnisse, die die beiden biografischen Fallrekonstruktionen ermöglichen, sind in die- sem Aspekt etwas vielschichtiger: Bei „Johann“ zeigt sich zwar neu eine interessenssensiblere und konfliktabschwächende Umgangsweise mit migrantischen Nachbarn, aber nach wie vor eine grundsätzliche Distanz zu diesen. Im Falle von „Roxane“ unterstützt der Kontakt zur mobilen Jugendarbeit die junge Frau in großem Ausmaß dabei, in ethnischer und kultureller sowie auch genderspezifischer Hinsicht eine hybride Identität auszubilden, die JugendarbeiterInnen akzeptieren und fördern sie darin, während ihr sonstiges soziales Umfeld dem überwiegend ablehnend be- gegnen dürfte. Die sozialräumlichen Fallstudien ließen vor allem in den niederösterreichischen Beobachtungen wenig gendersensibilisierende Impulse seitens der JugendarbeiterInnen erkennen. • Mobile Jugendarbeit hat ein großes Potenzial, den Umgang der Jugendli- chen mit Konflikten zu verändern: Die Fragebogenergebnisse zeigen, dass Jugendliche das auf Verständigung und Ausgleich abzielende Kon- fliktverhalten der JugendarbeiterInnen ganz deutlich wahrnehmen und zumindest in einem gewissen Ausmaß auch annehmen dürften. Die nar- rativ-lebensgeschichtlichen Fallrekonstruktionen geben tiefere Einblicke, in welcher Weise solch konstruktives Konfliktlösungs-Knowhow zur Ressource im weiteren Lebensverlauf werden kann und wird. Und auf
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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Titel
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Untertitel
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Autor
Hemma Mayrhofer
Verlag
Verlag Barbara Budrich
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-8474-1130-7
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
378
Schlagwörter
Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
Kategorie
Geisteswissenschaften
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