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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
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322 Hemma Mayrhofer Ebene des Sicherheitsmonitors, dessen Daten auch ein beachtliches Ausmaß an konfliktbasierten Delikten umfassen, lassen sich in statisti- schen Analysen starke Indizien für einen Rückgang von Delikten mit ju- gendlichen Tatverdächtigen feststellen. • Durch das Vermitteln von Knowhow zur Deeskalation und friedlichen Lösung von Konflikten trägt die Arbeit mobiler Jugendarbeit zur Kon- fliktreduktion im Gemeinwesen bei. Die sozialräumliche Fallstudie „Soccerplatz“ (vgl. Kap. 13) kann als ein Good Practice-Beispiel für solch eine deeskalierende Wirkmöglichkeit der JugendarbeiterInnen be- trachtet werden. Eine direkte konfliktvermittelnde Rolle bei konflikthaf- ten Konstellationen zwischen Jugendlichen und anderen AkteurInnen im Gemeinwesen können die JugendarbeiterInnen manchmal, aber nicht immer erfolgreich einnehmen. Gerade in hocheskalierten Konflikten bzw. wenn sie sich selbst nicht ausreichend den Konfliktdynamiken ent- ziehen können, dürften sich manchmal Grenzen der Vermittlungsmög- lichkeiten zeigen. Hierbei ist insbesondere auch zu beachten, dass die JugendarbeiterInnen aufgrund ihrer kritisch-parteilichen Rolle für die Jugendlichen in der direkten Begegnung mit den Konfliktparteien nicht immer die notwendige Äquidistanz zu allen Beteiligten, d.h. auch den Jugendlichen gegenüber, zum Ausdruck bringen können – und auch nicht wollen, so ist zu ergänzen. Sie begeben sich demzufolge nicht in eine explizite Mediationsrolle, die eine andere als die eines Jugendarbei- ters bzw. einer Jugendarbeiterin ist. In einem Wissenstransfer-Workshop wurden von den JugendarbeiterInnen Möglichkeiten skizziert, mit dem Spannungsfeld umzugehen, wenn in einem derartigen Kontext dennoch konfliktvermittelnde Arbeit erforderlich ist. Eine Strategie kann bei- spielsweise darin bestehen kann, die Gespräche mit den unterschiedli- chen Konfliktparteien auf Teammitglieder mit verschiedenen Funktionen (Leitungsebene, JugendarbeiterInnen an der ‚Basis‘) aufzuteilen. • In engem Zusammenhang mit dem Konfliktverhalten steht gewalttätiges Handeln, es geht aber auch teilweise darüber hinaus, etwa im Falle von Raub, der nicht immer als konfliktbasierter Delikt zu betrachten ist. Zu- nächst deuten bereits die Ergebnisse der Fragebogenerhebung eine ge- wisse gewaltreduzierende Wirkung mobiler Jugendarbeit an. Umfangrei- chere Wirkungseinsichten ermöglichen die beiden biografischen Fallstu- dien, sie zeigen ein beachtliches Wirkungspotenzial, lassen zugleich aber auch erkennen, dass persönliche Verhaltensänderungen eine längere Entwicklungsdauer erfordern und zudem das private Umfeld solche Än- derungen erschwert, wenn dort physische Gewalt als dominantes zwi- schenmenschliches ‚Verständigungsmittel‘ gilt. Am Beispiel von „Jo- hann“ wird deutlich, dass zwar körperliche Gewalt nicht vollständig als basale Beziehungsform abgelöst wird, aber durch die Erfahrungen mit mobiler Jugendarbeit alternative Formen der Beziehungsgestaltung zur
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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Titel
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Untertitel
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Autor
Hemma Mayrhofer
Verlag
Verlag Barbara Budrich
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-8474-1130-7
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
378
Schlagwörter
Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
Kategorie
Geisteswissenschaften
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