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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
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Zusammenfassung und Gesamtreflexion der Wirkungserkenntnisse 325 barn – mit ermöglichen. Aus der sozialräumlichen Fallstudie zum Ju- gendspielplatz im ländlichen Raum lässt sich ebenfalls ablesen, dass manche kommunalen Problematiken, etwa das Vandalismusproblem, schwer ausschließlich mit Exekutivkräften zu lösen sind (und auch nicht mit privaten Sicherheitsdiensten), hier geht es eher um ein Zusammen- wirken verschiedener Akteursebenen – und wohl auch darum, gegenüber einem gewissen Ausmaß an Sachbeschädigungen Gelassenheit zu entwi- ckeln. Die sozialräumlichen Fallstudien machen zudem erfahrbar, dass die JugendarbeiterInnen die Vertrauensbeziehung zu den Jugendlichen gefährden, wenn sie selbst als Kontrollorgane auftreten und ein zu offen- sichtlich normativ-pädagogisches Gebahren an den Tag legen – oder in den Verdacht geraten, der verlängerte Arm der Polizei zu sein. Die bio- grafische Fallstudie von „Roxane“ macht aber exemplarisch sichtbar, dass mobile Jugendarbeit im Gefährdungsfall für ihre jugendlichen Nut- zerInnen, die häufig eine große Distanz zu Exekutivorganen haben, ein wichtiges Bindeglied zur Polizei bildet und es ihnen ermöglicht, von die- ser Seite auch Schutz und Unterstützung zu erfahren. Zwar sind die gewonnenen empirischen Ergebnisse äußerst umfangreich und vielgestaltig, dennoch bleiben manche Wirkungsaspekte weniger umfassend erforscht als andere, beispielsweise die Frage des bewussteren Umgangs mit (Sozialen) Medien oder Aspekte politischer Bildung und Beteiligung der Jugendlichen. Viele zusätzliche Wirkungserkenntnisse sind zudem in der Zusammenfassung nicht abgebildet, sie müssen den Teilstudien dieser Publi- kation entnommen werden. Abschließend ist anzumerken, dass die Ergebnisse der Wirkungsevaluati- on nicht den Schluss zulassen, mobile Jugendarbeit wäre die ‚bessere‘ Offene Jugendarbeit, standen doch andere Angebote Offener Jugendarbeit gar nicht im Forschungsfokus. Manche der Ergebnisse dürften auch für Offene Ju- gendarbeit allgemein zutreffend sein, insbesondere angesichts jüngerer Ent- wicklungen hin zu einer Annäherung von standortbezogenen und mobilen Formen. Mobiles Arbeiten schafft selbstverständlich neue Zugänge, die mit rein standortbezogenem Arbeiten nicht realisiert werden könnten, standortbe- zogene Einrichtungen sehen sich auch immer wieder der Problematik gegen- über, dass das Angebot von bestimmten Gruppen Jugendlicher besonders intensiv genutzt wird und sich dadurch faktisch andere Gruppen weniger angesprochen oder gar ausgeschlossen erleben und wegbleiben. Manche Arbeitsweisen mögen sich auch unterscheiden oder in dem einen bzw. ande- ren räumlichen Kontext weniger möglich sein. Allerdings lässt sich in den Forschungsergebnissen auch ein gewisser Wunsch der Jugendlichen nach fixer Erreichbarkeit der JugendarbeiterInnen ablesen, so etwa in der zweiten sozialräumlichen Fallstudie zum Jugendspielplatz (vgl. Kap. 11). Es spricht viel für die Kombination von mobilen und standortbezogenen Angeboten für
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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Titel
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Untertitel
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Autor
Hemma Mayrhofer
Verlag
Verlag Barbara Budrich
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-8474-1130-7
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
378
Schlagwörter
Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
Kategorie
Geisteswissenschaften
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