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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
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Empfehlungen 331 dies möglich ist. Nicht immer wird es aber hierfür die Rahmenbedingun- gen oder Bereitschaft geben bzw. ein Konflikt ev. auch zu ‚klein‘ dafür sein. Dann kann das Spannungsfeld, in dem die eigene Rolle als Jugend- arbeiterIn zur Aufgabe der Konfliktvermittlung zwischen Jugendlichen und anderen Personen steht, in manchen Fällen durch eine getrennte Be- sprechung des Konflikts mit den verschiedenen Parteien abgeschwächt werden. • Durch ihre beachtlichen institutionellen Netzwerke und das umfangrei- che Wissen um professionelle Unterstützungsangebote können die Ein- richtungen mobiler Jugendarbeit in vielerlei Hinsicht auf ein großes Res- sourcenreservoir zurückgreifen und den Jugendlichen erschließen. Für die Weitervermittlungen an spezialisierte Hilfen erweist sich als wichtig, solche beabsichtigten Weiterverweisungen gut vorzubereiten und die Schwellen der Schnittstelle (v.a. unvertraute Institution mit zumeist stan- dardisierteren und höheren Anforderungen/Erwartungen an die Nutze- rInnen) zu senken bzw. überwinden zu helfen. Hilfreich erweisen sich dabei den Erfahrungen der JugendarbeiterInnen zufolge neben einem ausreichenden Leidensdruck auf Seiten des/der Jugendlichen zeitliche und räumliche Unmittelbarkeit (d.h. keine langen Zeiten und Wege zwi- schen Virulentwerden einer Problematik und Weitervermittlung) und möglichst individuelle Begleitung und Abstimmung auf die einzelne Per- son. Weitere schwellensenkende Praktiken können sein: eine persönliche Ansprechpartnerin bzw. einen persönlichen Ansprechpartner in der neu- en Einrichtung/Stelle vermitteln, dorthin selbst als JugendarbeiterIn mit- gehen, die Jugendlichen vorab mit den neu auf sie zukommenden Erwar- tungen und Anforderungen vorbereiten etc. (vgl. auch Mayrhofer 2016b). Empfehlungen für die Gestaltung der Schnittstelle zwischen mobiler Jugend- arbeit und relevanten Umwelten: • Kommunalpolitische RepräsentantInnen stellen einen äußerst wichtigen Bezugspunkt für Einrichtungen mobiler Jugendarbeit dar, sind die Ju- gendarbeiterInnen doch einerseits in deren politischen Zuständigkeitsbe- reich öffentlich sichtbar unterwegs und aktiv sowie andererseits in der Regel auch FördernehmerInnen der kommunalpolitischen Ebene (Ge- meinde oder Bezirk). Dadurch und durch ihren unmittelbaren Bezug zu Jugendlichen, die nicht selten als potenziell abweichend, störend und problematisch betrachtet werden, stehen sie unter breiter Beobachtung der lokalen Öffentlichkeit (dies gilt für den ländlichen Raum nochmals mehr als für den großstädtischen) – und sie sind aufgrund ihrer Arbeits- weise auch in besonderem Ausmaß beobachtbar. Auch wenn die maß- geblichen Bezugspunkte der täglichen Arbeit die Jugendlichen sind, er- weist es sich deshalb als essenziell für mobile Jugendarbeit, auf eine von
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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Titel
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Untertitel
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Autor
Hemma Mayrhofer
Verlag
Verlag Barbara Budrich
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-8474-1130-7
Abmessungen
14.8 x 21.0 cm
Seiten
378
Schlagwörter
Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
Kategorie
Geisteswissenschaften
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