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Jugendkommunikation und Dialekt - Syntax gesprochener Sprache bei Jugendlichen in Osttirol
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Parataxe und Hypotaxe | 173 Tab. 11: Übersicht der fokussierten Phänomenbereiche syntaktischer Variation Parataxe/Hypotaxe Serialisierung Kompaktheit weil-Konstruktionen (vgl. u.a. Uhmann 1998; Hennig 2006: 122; Antonomo/Steinbach 2010) Externe Intensivierung der Nominalphrase (vgl. u.a. Androutsopoulos 1998: 352; Gutzmann/Turgay 2012) Nicht-Realisieren der Präposi- tion (vgl. u.a. Auer 2003; 2013b; Wiese 2012: 56; Siegel 2014) Relativsatzkonstruktionen (vgl. u.a. Gärtner 2001; Fleischer 2005; Antonomo/Steinbach 2010) tun-Periphrasen im Indika- tiv und Konjunktiv II (vgl. u.a. Fischer 2001; Schwitalla 2006; Glaunin- ger 2008) Nicht-Realisieren des Perso- nalpronomens (vgl. u.a. Fuß 2004; Weiß 2005) Unselbständige Verbzweitkon- struktionen (vgl. u.a. Auer 1998; Antonomo/Steinbach 2010; Freywald 2013) Serialisierung der kom- plexen Verbalphrase (vgl. u.a. Patocka 1997: 259; Schmid/Vogel 2004; Schallert 2014a; 2014b) Nicht-Realisieren von Zitat- markern (vgl. u.a. Androuts- opoulos 1998: 316; Golato 2000; Mertzlufft 2013) 4.2 Parataxe und Hypotaxe In den nachfolgenden Ausführungen steht das Verhältnis der Jugendkommuni- kation zu allgemeinen Merkmalen gesprochener Sprache im Vordergrund. Schon zu Beginn der Jugendsprachforschung wurde ein – gegenüber der Kom- munikation Erwachsener – gehäuftes Auftreten gesprochensprachlicher Phä- nomene als jugendspezifisch beschrieben. So meint etwa Henne (1986: 210), der „Jugendton“ sei durch den „eminent sprechsyntaktischen Duktus“ gekenn- zeichnet. Etwa zur selben Zeit schreibt Altmann (1986): Die im Bereich der Syntax beobachtbaren jugendsprachlichen Merkmale sind schon im- mer in mündlichen Sprachformen, z.B. in den Dialekten, vorhanden gewesen. Sie werden aber jetzt in der Anwendung stark ausgedehnt und zusätzlich erhöht sich ihre Frequenz. Zu ihnen gehört die merkliche Minderung der syntaktischen Komplexität, z.B. die Erset- zung der Unterordnung durch Nebenordnung, die Ersetzung von komplexen Infinitiv- strukturen durch mehrteilige Prädikate und v.a. das Weglassen von Ausdrücken, die in Bezug auf die konkrete Sprechsituation redundant sind. (Altmann 1986: 311) Reinke (1994: 299) greift diese Anmerkungen Altmanns und Hennes auf und fügt hinzu: „Jugendsprache weist vor allem sprechsyntaktische Merkmale auf, beispielsweise Anakoluthe, Ellipsen, Drehsätze, Parenthesen, Ausklammerung, Tendenzen zu Parataxe und asyndetischen Satzanschlüssen.“ Dass der verstärk-
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Jugendkommunikation und Dialekt Syntax gesprochener Sprache bei Jugendlichen in Osttirol
Titel
Jugendkommunikation und Dialekt
Untertitel
Syntax gesprochener Sprache bei Jugendlichen in Osttirol
Autor
Melanie Lenzhofer
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-050330-2
Abmessungen
14.8 x 22.0 cm
Seiten
502
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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