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Die kaiserliche Gemäldegalerie in Wien und die Anfänge des öffentlichen Kunstmuseums - Europäische Museumskultur um 1800, Band 2
Seite - 515 -
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515 Thürlemann Von der Wand ins Buch La Psychologie de l’art bei Albert Skira in Genf publiziert hat (Abb. 1). Der aufwendig konzi- pierte, perfekt durchgestaltete Bildband kann gleichzeitig als Theorie und als modellhafte Simulation des ‚imaginären Museums‘ verstanden werden.5 Wie raffiniert Malraux mit Bil- dern argumentiert – es handelt sich hier tatsächlich um Argumentation und Rhetorik und nicht um bloße Illustration –, zeigt bereits die erste Seite der Ausgabe von 1947 (Abb. 2). Die schwarz-weiße Reproduktion des Wiener Galeriebildes von David Teniers d. J. mit dem Brüsseler Gemäldebestand des Erzherzogs Leopold Wilhelm (Abb. 3) ist, auch wenn in den ersten Zeilen vom traditionellen Museum die Rede ist, nicht als Darstellung einer klassi- schen Museumssammlung zu verstehen.6 Malraux hat die Reproduktion links und oben so beschnitten, dass die Raumwirkung fast ganz ausgeschaltet ist. In der beschnittenen Fas- sung kann der Betrachter die Bilderwand in der Vorstellung nicht nur nach rechts, sondern auch nach links und nach oben über die Ränder hinaus weiter führen. Die Reproduktion wird so zur Darstellung eines quasi-unendlichen, nicht greifbaren Universums der Kunst. Die Abbildung der ersten Seite ist die einzige des ganzen Bandes, die keine Bildlegen- de besitzt. Die in kapitalen Lettern gedruckte, unter den Bildausschnitt gesetzte Wortfolge „LE MUSÉE IMAGINAIRE“ ist zwar der Titel des nachfolgenden Textes; sie dient aber gleich- Abb. 3 David Teniers d. J., Erzherzog Leopold Wilhelm besucht seine Brüsseler Galerie, um 1651. Wien, Kunsthistorisches Museum
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Die kaiserliche Gemäldegalerie in Wien und die Anfänge des öffentlichen Kunstmuseums Europäische Museumskultur um 1800, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Die kaiserliche Gemäldegalerie in Wien und die Anfänge des öffentlichen Kunstmuseums
Untertitel
Europäische Museumskultur um 1800
Band
2
Autor
Gudrun Swoboda
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-79534-6
Abmessungen
24.0 x 28.0 cm
Seiten
264
Kategorie
Kunst und Kultur
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