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dem Starken, bis an den Tod Ottok. v l . « . Z13
gegen 1722 entstandenen Feuersbrünsten nichts in
dem Stadtarchive M finden wäre. Gewiß ist, daß
Marburg schon im i2ten Jahrhundert ein alter
und sehr bekannter Ort gewesen sey. Die histori-
sche Nachrichten von dieser Stadt werden zu seiner
Zeit angefuhret werden. Im Jahre 1440 waren 5"d«n z«
zu Marburg noch Juden, ohngeachtet solche a u s ^ " ^ '
«lilli und Oesterreich schon verbann: waren, und
Zerr Sigmund von Raggendorf war Iudenrich-
ter daselbst (k). Die Stadt führt im Wappen Stadt»«>.>-
ein silbernes Stadtthor mit zwei Thürmen im ro-"°"'
then Feld, worüber eine weisse Taube fiattert (i).
Zie Bürger allhier treiben einen wichtigen Getreid- Handel und
und Weinhandel, wie denn auch grosse Wochen« Wandel,
markte gehalten werden. Der Weizen gerathet
sehr gut um Marburg, es wachst« auch hier sehr
schmackhafte Pfirschen; auch finden sich hier sehr
gute Weine, u.<d der beste in der Gegend ist der
Psßrucker: diese Weine haben das mit den öster-
reichischln gemein, daß sie sich ein halbes Iahr-
hunden und länger erhalten lassen. Sie haben
mehrere alkalische Bestandtheile, eine mehrere Sau-
re, und Weniger Oel als die Oesttmicher.
(s) ^nn»I. Duc. ?t^l. I. 954. (O Fürstenbuch,
(k) v,'ulmdl»n<1. in colletl. IM. ßeneal. c. 39.
(>) K«l Mayer Nttrthüme Steyerm. Vl. »64,
U 5 §.
Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
Band 3
- Titel
- Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
- Band
- 3
- Autor
- Aquilin Julius Caesar
- Verlag
- J. G. Weingand und Franz Ferstl
- Ort
- Graz
- Datum
- 1786
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 34.9 x 62.9 cm
- Seiten
- 544
- Kategorien
- Geschichte Chroniken